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ISSN 1610-0611
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20 Jahre Integration in Hamburg

EINLADUNG

20 Jahre Integration in Hamburg

Integrative Regelklassen und Integrationsklassen müssen erhalten bleiben!

Samstag, 9. November 2002, 10:00 – 16:30 Uhr
Gesamtschule Winterhude

Gäste:
Dr. Irmtraud Schnell – Prof. Dr. Karl Dieter Schuck – Prof. Dr. Wulf Wallrabenstein

Britta Ernst (SPD) – Sabine Steffen (GAL) – Wolfgang Drews (CDU, angefragt)
Katrin Freund (PRO, angefragt) – Martin Woestmeyer (FDP)


M
it den 1997 in das Schulgesetz aufgenommenen integrativen Regelklassen und Integrationsklassen wurde nicht zuletzt die beharrliche Arbeit vieler Elterninitiativen, der Gewerkschaften und einzelner Schulen mit Erfolg gekrönt, es wurde eine solide gesetzliche Grundlage für die konzeptionelle Arbeit in den Schulen geschaffen.

Inzwischen werden in Hamburg 356 integrative Regelklassen an 36 Grundschulen oder Grundschulabteilungen der Gesamtschulen geführt. 109 Integrationsklassen an 28 Grundschulstandorten und 136 Integrationsklassen in der Sekundarstufe I an 21 Gesamtschulen und 4 Haupt- und Realschulen zeigen eindrucksvoll:

Integrative Regelklassen und Integrationsklassen gehören zum selbstverständlichen und nachgefragten Angebot Hamburger Schulen und werden mittlerweile von einem großen gesellschaftlichen Konsens getragen.
Jetzt beabsichtigt der Senat die integrativen Regelklassen bei der beabsichtigten Novellierung des Schulgesetzes abzuschaffen.
In der Begründung für diesen Schritt wird mit der demagogischen Floskel "Wir wollen Kinder fördern – keine schulischen Einrichtungen" versucht, die präventive Arbeit der integrativen Regelklassen zu diskreditieren und davon abzulenken, dass anstelle der präventiven Arbeit zukünftig wieder die frühzeitige Ausgrenzung treten soll. Das ist eine Rolle zurück in die fünfziger Jahre und ignoriert die wissenschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung in schamloser Weise.
Die GEW und Landesarbeitsgemeinschaft "Eltern für Integration" e.V. laden deshalb zu einer öffentlichen "protestierenden Arbeitstagung" ein.
In verschiedenen Arbeitsgruppen wollen wir mit Eltern, LehrerInnen, WissenschaftlerInnen und VertreterInnen der politischen Parteien die bisherige Arbeit bilanzieren und die weitere Perspektive der integrativen Pädagogik in Hamburg diskutieren.

Diese Arbeitstagung wird zugleich der Auftakt zu massiven Protesten sein, sollte die Leitung der BBS und der Senat an der Absicht festhalten, den § 3.1 des Schulgesetzes entscheidend zu ändern und die IR-Klassen aus dem Schulgesetz zu streichen.

Ilona Wilhelm
Pressesprecherin der GEW
Landesverband Hamburg
6. November 2002


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