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ISSN 1610-0611
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Also doch!

Also doch!
Zum 1. Februar 2003 kein Vorbereitungsdienst für künftige Gymnasial- und SonderschullehrerInnen.


Die Gerüchte haben sich bestätigt: Für die UniversitätsabsolventInnen mit dem 1. Staatsexamen Gymnasien und Sonderschulen wird es am 1. Februar 2003 keine Referendarsausbildung geben – das bestätigte die Leiterin des Amtes für Schule Ingeborg Knipper. Als Grund dafür wurde die Verkürzung des Referendariats auf 18 Monate genannt. Dazu muss nämlich für die Gymnasial- und SonderschullehrerInnen vorab das Bundesbeamtenrahmengesetz geändert werden, was bis zum 1. Februar 2003 nicht erfolgt sein wird.

Die Leidtragenden sind die UniversitätsabsolventInnen, die gerade mitten im 1. Staatsexamen stecken und nun erfahren müssen, dass sie den zweiten Teil ihrer Ausbildung erst in einem Jahr beginnen können. Einige wenige sollen für die Zwischenzeit mit Lehraufträgen bei der Stange gehalten werden. Die große Mehrheit aber steht erst einmal auf der Straße. So darf man mit dem Lehrernachwuchs nicht umgehen! Da werden zuerst von 350 frisch ausgebildeten JunglehrerInnen nur 80 in den Schuldienst übernommen – und jetzt wird für eine Gruppe von LehramtsanwärterInnen der Vorbereitungsdienst ausgesetzt. Das sind Sargnägel für die Attraktivität des Standortes Hamburg. Kein Wunder dass damit das Vertrauen des Lehrernachwuchses in die Verlässlichkeit der Ausbildung und beruflichen Perspektive in Hamburg sinkt. Und es ist auch kein Wunder, dass immer mehr junge Leute in andere Bundesländer abwandern, wo sie mit offenen Armen aufgenommen werden. Vor dem Hintergrund des drohenden Lehrermangels gerade auch im Sonderschul- und Gymnasialbereich ist diese Personalpolitik des Senates nicht nur völlig unverständlich, sondern grob fahrlässig!



Ilona Wilhelm
Pressesprecherin der GEW
Landesverband Hamburg


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