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ISSN 1610-0611
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Pensionäre an die Schulen?

Pensionäre an die Schulen?
Stellenpolitischer Offenbarungseid der FDP!

Mit dem absurden Vorschlag, Pensionäre an die Schulen zu holen, hat die FDP zugegeben, dass Hamburgs Schulen mit LehrerInnen unterversorgt sind. Und diese Situation wird sich noch weiter verschärfen. Ursache sind die Kürzungsbeschlüsse der Regierungskoalition im Schulbereich. Langfristig Erkrankte, Lehrkräfte, die in den Ruhestand gehen oder Erziehungszeiten wahrnehmen, werden nicht nachbesetzt. Auf diese Weise werden bis Ende des Schuljahres 345 Lehrerstellen abgebaut. Um die Folgen dieser Unterversorgung abzuwenden, sollen jetzt die Alten einspringen. Was für ein absurder Gedanke!

Dabei gibt es genügend gut ausgebildete und hochmotivierte junge LehrerInnen, die gerne in den Hamburger Schulen arbeiten würden. Aber der Senat stellt sie nicht ein. Von den 320 JunglehrerInnen, die im Sommer ihre Ausbildung hier in Hamburg beendet haben, sind bloß 80 in den Schuldienst übernommen worden. Was für eine finanzpolitische Dummheit, einerseits die teure Lehrerausbildung zu finanzieren und andererseits den Nachwuchs in andere Bundesländer ziehen zu lassen, wo sie mit Kusshand aufgenommen werden. Auf diese Weise werden Steuergelder verschwendet und der dringend benötigte Innovationsschub für die Schulen gebremst.

Die GEW fordert den Senat auf, den Stellenabbau sofort zu stoppen und eine ausreichende Lehrerversorgung durch Neueinstellungen sicherzustellen.







Ilona Wilhelm
Pressesprecherin der GEW

Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft
Landesverband Hamburg
Nr. 42/2002 vom 2. September 2002







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