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WIM WENDERS wird Professor an der HfbK
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WIM WENDERS wird Professor an der Hochschule für bildende Künste Hamburg
Der Hfbk ist es gelungen, den Filmemacher Wim Wenders als Professor zu gewinnen. Er wird ab sofort in seine Lehrtätigkeit im Studiengang Medien aufnehmen und in neues Ausbildungskonzept entwickeln.
Wenders wurde 1945 in Düsseldorf geboren und kann als 'Diskursbegründer' im Bereich des Kinofilms angesehen werden, da er das Bild zum Gegenstand und zum Zentrum seiner 'Stories' macht. Während im narrativen Film das 'Drama' grundlegend für die Entwicklung der Geschichte ist, sind bei Wenders Bilder, Orte und Räume Ausgangspunkt und Inspiration für das Geschehen. In diesem Kontext sind auch seine künstlerischen Arbeiten als Fotograf zu sehen.
Die große Nähe, die sich daraus zu allen Bereichen der Bildenden Kunst ergibt, dokumentiert sich auch darin, dass Wenders die "Bildwissenschaften" als notwendigen Lehr- und Forschungsbereich ausbauen möchte (s. auch seinen Redebeitrag in der Reihe Iconic Turn der Felix Burda Memorial Lectures in München am 17.10.2002: "In Defence of Places").
Wim Wenders begann 1971 seine professionelle Karriere als Filmer - nach Abschluss seines Studiums an der "Hochschule für Fernsehen und Film München" - mit der Arbeit "Die Angst des Torwarts vorm Elfmeter", einer Verfilmung des gleichnamigen Buches von Peter Handke. Es folgten Titel wie "Der amerikanische Freund", "Der Stand der Dinge", Paris,Texas", "Der Himmel über Berlin", "Buena Vista Social Clubs" oder "The Million Dollar Hotel", die mittlerweile zu den unumstrittenen Highlights der Kinogeschichte zu zählen sind. Mit jedem seiner Filme hat Wenders neue Aspekte und Möglichkeiten dieser Kunst erforscht.
Wenders war einer der Gründer des "Filmverlags der Autoren", 1974 begann er mit seiner eigenen Firma "Wim Wenders Production", 1976 startete er mit der "Road Movies Filmproduktion" in Berlin. Seine Beteiligung an der im Mai in Hamburg gegründeten Firma Reverse Angle Production GmbH ist im Zusammenhang mit der Professur an der HfbK sicherlich als positives Zeichen für Hamburg als Medienstandort zu bewerten.
Wim Wenders, der bisher eine Honorarprofessur an der Hochschule für Fernsehen und Film in München innehatte, seit 1984 Mitglied der Akademie der Künste in Berlin ist, 1989 den Ehrendoktor der Sorbonne erhalten hat sowie zum Ehrendoktor der Theologischen Fakultät der Universität Fribourg ernannt wurde, wird eine Professur im Studiengang Medien an der HfbK Hamburg antreten. Innerhalb dieses Studiengangs soll Prof. Wenders den Lehr- und Forschungsbereich "Bildwissenschaften" mitbegründen. Damit sollen im Rahmen der Reform der Kunsthochschule Hamburg die interdisziplinären Projektstudien im Bereich des "Bewegten Bildes" weiter ausgebaut und in Bezug auf den Bereich Film zu profiliert werden .
Wim Wenders " In der historischen Übergangsphase, in der sich der Film heute befindet, ist die Aufgabe besonders aufregend, neue Konzepte zu entwickeln, wie ein Studium des bewegten Bildes an einer Kunsthochschule aussehen könnte."
Der Präsident Martin Köttering dazu: "Ich bin glücklich darüber, dass Wim Wenders die Qualität und das Potential der Filmausbildung an der HfbK zu schätzen weiß und bin sicher, dass wir mit seiner Hilfe in diesem Bereich weiter vorankommen und im Rahmen der Reform auch neue Zeichen setzen können."
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