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ISSN 1610-0611
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25 Jahre Soziokultur im August-Lütgens-Park

25 Jahre Soziokultur im August-Lütgens-Park
20 Jahre Haus Drei!

Ämtersegen für Hochseilgarten im August-Lütgens-Park

Der vom Stadtteilzentrum Haus Drei im
Augsut-Lütgens-Park geplante Hochgseilgarten ist
seiner Realisierung ein Stück näher. Gartenbauamt und
Naturschutzamt stimmten den Plänen der Initiatoren
letzte Woche zu. Anlässlich des 20-jährigen Bestehens
des Hauses soll dort zwischen alten Bäumen, die etwa
zwanzig Meter auseinander stehen und ebenso hoch
bekletterbar sind, Hamburgs erster Seilgarten
entstehen. Gemeinsam „Schluchten überqueren“, sich
aufeinander stützen und verlassen können oder
gegenseitig „ins Gleichgewicht bringen“ - wer dazu
Lust hat, kann jederzeit zum Kreis der Initiatoren
stoßen (Kontakt: Fritz Gleiß, Manfred Timpe, Tel. 38
61 41 06/07, Haus Drei, Hospitalstr. 107, Altona).
Die geplante Anlage wird in den natürlichen
Baumbestand integriert und in der Endstufe aus
mehreren Plattformen in fünf bis zwanzig Metern Höhe
sowie Seilbrücken bestehen. Der Einstieg wird
hochziehbar sein, unbefugte Kletterei ausgeschlossen.
Die neue Attraktion soll auch dazu beitragen, den
August-Lütgens-Park mit seinem uralten Baumbestand als
Kleinod zu bewahren.
Die Kletterei wird insbesondere AnwohnerInnen der
Altonaer Altstadt Erlebnisräume öffnen. Nach
entsprechender Schulung bzw. während betreuter Zeiten
steht die Nutzung des Seilgartens jedem und jeder
offen. Interessierte AnwohnerInnen und Eltern machen
einen Einführungskurs, um später selbstständig
klettern zu können. Aus- und Fortbildungskurse zur
Anleitung von Klettergruppen sind vorgesehen. Die
Kletterer werden die Möglichkeit bekommen, das
baumschonende Klettern auf und zwischen alten Bäumen
für sich selbst zu entdecken - ein Abenteuer mitten in
der Stadt, sicher und betreut.
Der geplante Seilgarten zwischen Bäumen wäre in
Hamburg und Umgebung einmalig, würde nicht-kommerziell
betrieben und stellt eine Ergänzung, keine Konkurrenz
zu bestehenden Angeboten wie schuleigenen
Kletterwänden, dem „Kilimanschanzo“-Projekt im
Schanzenviertel oder auch der Kletterhalle des
Alpenvereins dar.
Nach Expertenmeinung schadet ein geplant
eingerichteter Seilgarten dem Baumbestand und
-wachstum nicht. Im Gegenteil: Die bislang nur
sporadisch begutachteten Äste und Wipfel der alten
Kastanien und Bergahorns, deren Bruch immer wieder
erhebliche Schäden anrichtet, würden einer ständigen
Beobachtung und Pflege unterliegen.
Ob das Projekt tatsächlich realisiert werden kann,
hängt nun noch davon ab, ob es den Initiatoren
gelingt, eine Anschubfinanzierung von ca. 2.500 €
bewilligt zu bekommen

12.9.02
Fritz Gleiß


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