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ISSN 1610-0611
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DIE STADT GEHÖRT ALLEN

Die Bambule wurde geräumt. Ein Bauwagenplatz im
Karoviertel musste den Plänen des Senats weichen,
"Law and Order" in der Stadt umzusetzen; Hamburg
in den sterilen, langweiligen, kontrollierbaren und
investitionsfreundlichen Ort zu verwandeln, der den
Vorstellungen der Handelskammer entspricht.
Der Bauwagenplatz Bambule ist nicht das erste Opfer
dieser Politik und soll - wenn es nach dem Willen der
Regierung geht - auch nicht das letzte sein. Im Namen
dieser Politik wurden bereits Tausende Menschen abgeschoben,
wurden Sozialprojekte geschlossen und rücksichtslos
Brechmittel verabreicht, die bereits zum Tod
von Achidi John geführt haben. Die Universitäten sollen
Elitehochschulen weichen, aus dem Strassenverkehr
soll die Rücksicht auf Menschenleben gestrichen werden
und Hamburg soll frei von Bauwagenplätzen und
anderen alternativen Lebensformen werden.
Der Hamburger Senat steht beispielhaft für eine
Politik der sozialen Ausgrenzung und Vertreibung.
Soziale Kälte, Abbau von Grundrechten, Polizeibrutalität
und Sozialkürzungen gibt es nicht nur in
Hamburg und auch hier nicht erst seit den letzten
Wahlen. Aber Beust, Schill, Lange und Co. treiben die
Politik, die von SPD und Grünen auf Bundesebene
und im Vorgängersenat begonnen wurde, in unübersehbarer
Weise auf die Spitze.

Die "harte Linie" des Hamburger Senats hat das
Fass zum überlaufen gebracht. Der Widerstand auf
der Strasse ist unübersehbar geworden und wird täglich
stärker. Die letzten Wochen haben gezeigt, dass
wir den Senat und seine Politik ins Wanken bringen
können, dass wir eine Stimme haben und unsere
Rechte lautstark einfordern können.
Wir nehmen es nicht mehr hin, wenn unsere
Arbeits- und Studienplätze gestrichen oder wenn
wir vom Arbeits- und Sozialamt schikaniert werden;
wenn Länder mit Krieg überzogen werden; wenn
uns die Ausländerbehörde zu rechtlosen Menschen
macht und uns in Folter und Elend abschieben will;
wenn wir uns die Miete nicht mehr leisten können
oder eben die letzten selbstbestimmten Lebensverhältnisse
aus dem Weg geräumt werden.
Wir werden weiter auf die Strasse gehen. Wir werden
vor die Innen- und Ausländerbehörden ziehen,
vor das Rathaus und vor die Zeitungsverlage, die
Lügen und Hetze gegen uns verbreiten. Und wir
werden dorthin gehen, wo wir von vielen Menschen
gesehen werden: auf die Strasse und in die
Innenstadt. Wir lassen uns nicht hinter Polizeiketten
und Wasserwerfern verstecken. Unser
Widerstand geht weiter.

UNS GEHT DIE LUFT NICHT AUS
SCHILL MUSS WEG
BAMBULE KOMMT
DIE STADT GEHÖRT ALLEN
Bambule zurück ins Karoviertel
Gegen Sozialabbau und Vertreibung
Für selbstbestimmtes Leben
30. NOVEMBER 2002 - 13.00 UHR
HACHMANNPLATZ (HAUPTBAHNHOF)
GROSSDEMONSTRATION
ViSdP: M. Wollenberg, Alsterufer 25


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Diesen Aufruf hätten wir gerne rechtzeitig veröffentlicht.

Da die Kommunikation nicht "so dolle ist" ist er zumindest dokumentiert.


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Aufstehn für eine solidarische Stadt | der senat setzt grundrechte außer kraft