Ab ins Schulmuseum: Wenig Brauchbares in Schulsenator Langes Novellierung des Schulgesetzes
Bei der Vorstellung der "Wesentlichen Schwerpunkte der Bildungspolitik für Hamburg" fehlt die Erklärung, was die Politik der Regierung mit den Ergebnissen aus der PISA-Studie oder aus der Lernausgangslagenuntersuchung (LAU) zu tun hat. Der Kern dieser Politik hat mit den Erfahrungen und der Ausgestaltung von Schule und Unterricht der "PISA-Sieger" nichts gemein:
* PISA-Sieger bauen nicht einzelne Schulformen aus - sondern eine Schule für Alle! * Dort gibt es keine Aussonderung sozial Schwächerer und SchülerInnen mit Behinderungen - sondern Integration! * Die Pädagogik setzt dort nicht auf Rauswerfen - sondern auf die bestmögliche Förderung individueller Stärken!
Zu den Plänen von Schulsenator Lange die Schulexpertin der GAL-Fraktion, Christa Goetsch:
"Wenn es tatsächlich um eine bessere Sprachförderung für alle Kinder geht, findet uns Herr Lange an seiner Seite. Ich kann daran aber nicht glauben, wenn zwar die Mittel für Deutsch als Zweitsprache 'flexibilisiert werden' sollen, das Wort 'Zweisprachigkeit' aber aus dem Schulgesetz gestrichen wird.
Mit dieser aber auch anderen schlechten Ideen, wie * Einführung der 6-jährigen Realschule * Schwächung der Elternmitsprache * Wiedereinführung der Notenzeugnisse * Abschaffung der integrativen Regelklassen sollte sich der Schulsenator lieber im Schulmuseum vorstellen.
Herr Lange wird nicht nur von uns, sondern auch von SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen heftigen Gegenwind bekommen."