 |
|
 |
 |
 |
 |
AIDS in Hamburg & St.Petersburg
|
|
|
AIDS in Hamburg & St.Petersburg Kein gutes Jahr für Hamburg - partnerschaftliche Hilfe für St.Petersburg anschieben
Am 1. Dezember 2002 ist Welt-AIDS Tag. In Hamburg wird es aus diesem Anlass am 29. November 2002 um 18.00 Uhr einen Rathausempfang der GAL-Bürgerschaftsfraktion unter dem Motto "AIDS in Hamburg & St.Petersburg" mit Gästen aus unserer Partnerschaft geben. Anschließend findet ein Gottesdienst in St. Petri, ebenfalls zur Situation in unserer Partnerstadt statt, danach wird der "Candle Light Walk" durch die Innenstadt beginnen.
Hamburg hat kein gutes Jahr im Kampf gegen AIDS hinter sich, Anfang des Jahres wurde erstmals bei den AIDS-Projekten massiv gekürzt, dann gab es Vorschläge vom Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses Herrn Bart-Völkel (Schill-Partei), "infizierte Einwanderer" zu "internieren". Dies zeigt sehr deutlich, welch ein Kurswechsel in der AIDS-Politik mit dem Rechtssenat einhergeht.
Geradezu dramatisch ist die Lage in Russland und in St.Petersburg. Die Infektionszahlen in Russland sind explodiert, die Dunkelziffer der Infizierten in Russland wird auf eine Million geschätzt. Weder stehen bezahlbare Medikamente zur Verfügung, noch ist das Knowhow für Prävention ausreichend vorhanden.
Der GAL-Abgeordnete Farid Müller war Anfang Oktober im Rahmen einer.Bürgerschaftsreise nach St. Petersburg gereist und hatte dort "Juventa", eine Einrichtung für junge Frauen, besucht. Müller: "Dort ist die Not groß, die Hilfe jedoch gering. Hamburg muss die Partnerschaft mit St.Petersburg auch in diesem humanitär so bedrohlichen Bereich ausbauen."
Die GAL-Fraktion bittet den Senat nun in einem Antrag an die Bürgerschaft, für die Partnerschaft aktiv zu werden.
Antrag der Abgeordneten Farid Müller, Dr. Dorothee Freudenberg, Christa Goetsch, Dr. Verena Lappe, Dr. Willfried Maier (GAL) und Fraktion Betrifft: HIV/AIDS in St. Petersburg - partnerschaftliche Hilfe ausbauen Die Infektionszahlen in Rußland sind in den letzten Jahren explodiert. Bei Beginn der Epidemie 1994 wurden noch 2000 Infizierte gezählt, jetzt in 2002 haben sich
über 200.000 Menschen angesteckt, die Dunkelziffer wird über 1 Million geschätzt (Vergleich Bundesrepublik: 38.000 Infizierte in 2002). Im Unterschied zu Deutschland sind 85% der Neuinfizierten drogenabhängig, die heterosexuelle Übertragungsrate ist noch gering, verdoppelt sich jedoch jährlich; besonders Frauen und deren Kinder sind betroffen. Die Übertragungsrate zwischen Männern ist noch niedrig, wächst aber stark zunehmend. Auch in unserer Partnerstadt St. Petersburg ist die Not groß und die Möglichkeiten der Hilfe gering. Es gibt viele Probleme, es stehen keine Medikamente für die HIV-Infizierten zur Verfügung, die Aufklärung ist noch im Aufbau, und von der Politik wird dieses Thema bisher gemieden. Hamburg hat bereits eine Zusammenarbeit in diesem Bereich begonnen, die Vorort auf großes Inetresse stößt und deren Ausbau von beiden Seiten gewünscht ist. Die Beratungsstelle für sexuell übertragbare Krankheiten steht im Austausch mit ihrem Pendant 'Juventa' in St. Petersburg und leistet Hilfe auch in konkreter Form z.B. mit Kondomen. Hamburg mit seiner noch gut funktionierenden Infrastruktur für Prävention und Betreuung von HIV-Infizierten und AIDS-Erkrankten sollte die Partnerschaft mit St.Petersburg auch in diesem humanitär so bedrohlichem Bereich ausbauen.
Die Bürgerschaft bittet daher den Senat: 1. die Koordinierung der humanitären Hilfe für St.Petersburg aus Hamburg heraus sicherzustellen, damit die tatsächlichen Bedarfe vor Ort festgestellt werden und die vorhandene Hilfsbereitschaft in den Behörden, Projekten, Krankenhäusern, Hilfsorganisationen und Privatpersonen für St.Petersburg entsprechend gezielt abgerufen und unbürokratisch zur Verfügung gestellt wird; 2. den Knowhow-Transfer zwischen Hamburg und St. Petersburg in Politik und Administration für die Bereiche Jugenddrogen- und AIDS-Prävention sowie der Sexualaufklärung zu verstärken; 3. daraufhin zu wirken, dass bei der Neuerarbeitung des Zweiten Aktionsprogrammes der nördlichen Dimension Mittel im Kampf gegen AIDS für St. petersburg verfügbar germacht werden können; 4. Der Bürgerschaft bis zum 1.7.2003 den aktuellen Sachstand zu berichten
Programmplan für Freitag, den 29. 11. 02:
18. 00 Uhr, Rathaus, Bürgersaal: Empfang der GAL-Fraktion aus Anlass des Welt-AIDS Tages
19. 00 Uhr, St. Petri: Gottesdienst zum Welt AIDS Tag mit den AIDS - Seelsorgern Rainer Jarchow und Christel Rüder, Gästen aus St. Petersburg sowie Farid
Müller, Vizepräsident der Bürgerschaft.
20. 00 Uhr, St. Petri bis Pulverteich: Candle Light Walk von Hein & Fiete e.V.
Pressestelle der GAL-Bürgerschaftsfraktion (PM Müller 26/11/2002)
|
nach oben
--< zurück
•--vorwärts >
↑ nach oben
|
Senatsbericht zur Airbus A 380-Produktion | Verbale "Entgleisungen" haben bei Schill Methode
|
|