Deeskalation oder Härte? Welche Wege zu einer einvernehmlichen Lösung des "Bambule-Konfliktes" kann es geben?
Öffentliche Veranstaltung der GAL-Bürgerschaftsfraktion am Dienstag den 3.12 um 19.00 Uhr im Sonnin-Saal der Patriotischen Gesellschaft, Trostbrücke 4-6, 20457 Hamburg
Auf dem Podium diskutieren, moderiert von Antje Möller (GAL MdHB)
* Prof. Michael Greven Dekan des Instituts für Politikwissenschaft * Sebastian Burck Stadtpastor von Hamburg * Tom Stromberg Intendant des Schauspielhauses * N.N
Muss es nicht erste Aufgabe verantwortlicher Politik sein, Gewalt als Mittel gesellschaftlicher Auseinandersetzungen zu ächten und mit dem Willen zur friedlichen Konfliktlösung voranzugehen? Heute werden politische Ziele mit exekutiven Mitteln, hier also Räumung und Polizeieinsätzen durchgesetzt. Wurde dabei der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit zurückgestellt? Genauso stellt sich die Frage, mit welchen Formen von Protest, Minoritäten in einer pluralen Gesellschaft Respekt für ihre Interessen erwarten können und ob sie sich nicht durch Gewaltanwendung selbst delegitimieren. Im Konflikt um die Räumung des Bauwagenplatzes Bambule im Karolinen-viertel wurde aus der Politik auch die Ansicht geäußert, dass: "Deeskalation als Einladung zur Gewalt empfunden wird". Welche Weltsicht eine solche Ansicht impliziert und ob die Ablehnung von Deeskalation nicht indirekt auf eine Förderung der Eskalation herausläuft, soll auch Bestandteil der Diskussion sein.
Pressestelle der GAL-Bürgerschaftsfraktion (PM Möller 26/11/2002)