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Die Alsterwiesen: Einst "Kleinod", jetzt Tümpel
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Die Alsterwiesen: Einst "Kleinod", jetzt Tümpel Hat dieser Senat Mitgefühl für das Alstervorland?
Der stellvertretende Vorsitzende und kulturpolitische Sprecher der GAL-Bürgerschaftsfraktion, Dr. Willfried Maier, will vom Senat wissen, ob die von der Kultursenatorin empfohlene Lektüre von Siegfried Lenz' "Der Mann am Strom" auch im Rathaus Früchte getragen habe. Lenz beschreibt darin die Alster als "öffentlich zugängliches Kleinod der Stadt" und bescheinigt früheren Senaten "Mitgefühl" für das Alstervorland und die Hamburger Bürgerinnen und Bürger, die dort spazieren. Anlass der Nachfrage ist ein schmutziger und gelegentlich stinkender Tümpel, der sich auf der Alsterwiese gebildet hat. Der GAL-Abgeordnete hat sich mit einer Kleinen Anfrage an den Senat gewandt:
Schriftliche Kleine Anfrage des Abg. Dr. Willfried Maier (GAL) (PM Maier - 11/11/02)
Betr.: Alsterwiesen
Seit etwa 2 Jahren hat sich auf der Alsterwiese am Harvestehuder Weg zwischen der Alten Rabenstraße und der Milchstraße eine große Wasserlache gebildet mit breiterem Sumpfrand. Die Lache bildet sich auch bei längerer trockener Witterung nicht zurück. Sie liegt zugleich vom Niveau oberhalb des Wasserspiegels der Alster bzw. des kleinen mit der Alster verbundenen Teichs in der benachbarten Wiese südlich des Fährdamms, d.h. es kann sich bei der Lache nicht um das Ergebnis eines gestiegenen Grundwasserstandes handeln. An anderen Stellen des etwa niveaugleichen Alstervorlandes gibt es keine entsprechenden Lachen- und Sumpfbildungen.
Siegfried Lenz beschrieb in seinem von der Kultursenatorin zur allgemeinen Lektüre empfohlenen Roman "Der Mann im Strom" die Alster als "öffentlich zugängliches Kleinod der Stadt." Vom Alstervorland, dessen Öffnung 1957 - bei der Erstveröffentlichung des Romans - noch nicht lange zurücklag, heißt es: "An einer Seite des Binnensees war das Panorama von einem mitfühlenden Senat freigegeben, hier reichten die Anlagen bis zum Wasser hinab, hier konnte man unberufen wandeln, hier war man hoch und festlich gestimmt aus natürlichem Grund."
Solche hohe und festliche Stimmung mag angesichts der schmutzigen und gelegentlich stinkenden Lache dort nur noch schwer aufkommen. Zu befürchten sind zudem Schäden an den umstehenden Bäumen.
Ich frage den Senat:
1. Ist dem Senat diese Verwahrlosung eines der prominentesten Parks der Stadt bekannt?
2. Gibt es eine plausible Erklärung für das Auftreten der Lache? (Stärkere Befestigung des Uferweges? Fehlende oder verstopfte Drainage? Veränderungen im
Bereich des Harvestehuder Wegs?).
3. Ist auch dieser Senat insoweit "mitfühlend", daß er plant, diesen Mißstand zu beseitigen und die Wiese durch geeignete Maßnahmen wieder freizugeben?
4. Welche Maßnahmen sollen das sein?
5. Wann soll das geschehen?
Pressestelle der GAL-Bürgerschaftsfraktion (PM Maier - 11/11/02)
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