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ISSN 1610-0611
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GAL hakt nach:

Keine Unterstützung für Kammerspiel-Intendanten Waller und Tukur?

Die Kulturbehörde wird dem zukünftigen Kammerspiel-Intendanten Dominique Horwitz seinen Start mit einer zusätzlichen Anschubfinanzierung in Höhe von 150.000 Euro erleichtern. Dr. Willfried Maier, kulturpolitischer Sprecher der GAL-Bürgerschaftsfraktion, will jetzt vom Senat wissen, warum nicht schon früher Maßnahmen zur Unterstützung der Hamburger Kammerspiele unter dem derzeitigen Intendantenduo Waller/Tukur ergriffen worden sind. Der GAL-Abgeordnete hat sich mit einer Kleinen Anfrage an den Senat gewandt.



Maier: "Wenn doch finanzielle Spielräume vorhanden sind, warum wurden diese nicht schon lange genutzt? Die Vermutung liegt nahe, dass es kein ernsthaftes Interesse gegeben hat, das Erfolgsduo Waller/Tukur zu halten."

Schriftliche Kleine Anfrage des GAL-Abgeordneten Willfried Maier:

Während einer Pressekonferenz am 15. August wurde Dominique Horwitz als Intendant der Hamburger Kammerspiele ab der Spielzeit 2003/2003 vorgestellt. Für diese Aufgabe wünschen wir Dominique Horwitz alles Gute und viel Erfolg.



In einer Pressemitteilung der Kulturbehörde vom 15. August kündigt Senatorin Dana Horáková an, die Hamburger Kammerspiele unter der Leitung von Dominique Horwitz weiterhin mit 932.000 Euro jährlich zu fördern. Darüber hinaus sollen der neuen Intendanz als Anschubfinanzierung 150.000 Euro, verteilt auf drei Spielzeiten, zur Verfügung gestellt werden.

Die jetzigen Theaterleiter Ulrich Waller und Ulrich Tukur haben während ihrer mittlerweile siebenjährigen Intendanz die Kammerspiele zu einem der herausragenden deutschen Privattheater gemacht. (Im Juni 2002 wurde den Hamburger Kammerspielen wegen des "gelungenen Grenzgangs zwischen aufklärerischem Anspruch und niveauvoller Unterhaltung" der Pegasuspreis verliehen. Die FAZ vom 14. August 2002 spricht vom originellsten Privattheater Deutschlands.) Die seit Juli 2001 stattfindenden Umbauten bei laufendem Spielbetrieb haben in der Spielzeit 2001/2002 nach Angaben der Intendanz zu einem finanziellen Schaden in Höhe von 200.000 Euro geführt.

Ich frage den Senat:



1. Aus welchem Haushaltstitel soll die zusätzliche Anschubfinanzierung an die Kammerspiele finanziert werden?

2. Warum hat der Senat nicht auf die umbaubedingten Mindereinnahmen nicht mit einer einmaligen Zuwendung reagiert?
3. Plant der Senat Maßnahmen, damit die jetzige Theaterleitung zum Ende der Intendanz einen ausgeglichenen Haushalt übergeben kann?
Wenn ja: welche?
Falls nein: Warum nicht?


GAL-Bürgerschaftsfraktion


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