 |
|
 |
 |
 |
 |
Integrationsbemühen ein Lippenbekenntnis
|
|
|
Hamburgs Bewerbung um die Nationalen Special Olympics 2004: Integrationsbemühen ein Lippenbekenntnis
Gestern (8.10.02) gab der Senat bekannt, dass Hamburg sich als Austragungsort für die Nationalen Special Olympics 2004 bewirbt. Der Senat will damit ein Zeichen für die Integration behinderter Menschen setzen und den olympischen Gedanken in die Stadt tragen.
Dazu die sportpolitische Sprecherin der GAL-Fraktion Dr. Verena Lappe: "Im Prinzip kann man diese Bewerbung nur begrüßen und unterstützen. Es bleibt aber ein fader Beigeschmack, wenn man weiß, dass dem Senat an der Integration behinderter Menschen im Hamburger Alltag wenig gelegen ist: * Ein Landesgleichstellungsgesetz für behinderte Menschen als Anpassung an das Bundesgleichstellungsgesetz, das Gleichberechtigung, Selbstbestimmung und barrierefreie Teilnahme am Leben in der Gesellschaft zum Ziel hat, wird seit längerem verzögert; * in der Lange-Behörde spart man integrative Regelklassen an Hamburgs Schulen ein. Da drängt sich der Eindruck auf, dass an Integration wenig Interesse besteht - wohl weil sie Geld kostet, das man derzeit in Hamburg lieber woanders ausgibt.
Es ist auch bemerkenswert, wie es dem Senat gelungen ist, in seiner Erklärung zu unterschlagen, dass es sich bei den Special Olympics um eine Sportveranstaltung für geistig behinderte Menschen handelt. Damit leistet der Senat keinen Beitrag, Vorurteile gerade geistig behinderten Menschen gegenüber abzubauen und Integration voran zu bringen. So wäre es auch wünschenswert gewesen, einen anderen Standort für das Olympische Dorf zu finden als die Evangelische Stiftung Alsterdorf. Wenn man Integration will, müssen auch neue Räume eröffnet werden."
Lexi von Hoffmann GAL-Fraktion
(PM Lappe 9/10/02)
|
nach oben
--< zurück
•--vorwärts >
↑ nach oben
|
Polizeipräsident unbelehrbar und ferngesteuert? | Verkehrspolitik des Senats: Ein Schritt vor...
|
|