Offener Brief an den Schulsenator Integrative Regelklassen ohne Alternative
Die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der GAL-Bürgerschaftsfraktion, Christa Goetsch, hat sich in einem offenen Brief an Bildungssenator Lange gewandt. Goetsch befürchtet die ersatzlose Abschaffung der sog. Integrativen Regelklassen durch die Neufassung des Schulgesetzes. Entsprechende Anfragen der Bildungsexpertin an den Senat wurden bislang unzureichend beantwortet.
Christa Goetsch in ihrem Brief an den Senator: "Leider schaffen weder das Schreiben der Leiterin des Amtes für Schule, Frau Knipper, an die Schulen vom 04. November 2002 noch die Antwort des Senats auf eine Bürgerschaftliche Anfrage (Drs. 17/1598) Klarheit über Ihre Pläne. Es wird lediglich deutlich, dass sich in diesem und im nächsten Schuljahr noch nichts ändern wird. (..) Eine differenzierte Begründung, weshalb IR-Klassen nicht mehr eingerichtet werden sollen, ist bisher nicht zu erkennen. Eine solche Begründung müsste in Ihrer Behörde aber vorliegen und eine wichtige Rolle bei der Vorbereitung des Entwurfs für die Schulgesetznovelle gespielt haben. Ebenso müsste in der Behörde für Bildung und Sport eine nachvollziehbare neue Konzeption für eine vergleichbare Integration erarbeitet worden sein, für die dann die IR-Klassen aus dem Schulgesetz herausgestrichen werden sollen."
Goetsch: "Ich halte das Vorgehen für unverantwortlich gegenüber den Eltern und LehrerInnen, die seit Jahren mit großem Engagement und Erfolg die Arbeit in den IR-Klassen auf- und ausgebaut haben."