Jugendkriminalität in St. Pauli Nord Die Stellen in der offenen Kinder- und Jugendarbeit in St. Pauli müssen erhalten bleiben!
Manchmal lohnt es sich, genauer nachzufragen. Die GAL-Abgeordneten Sabine Steffen (Kinder- und Jugendressort) und Manfred Mahr (Innenpolitik) hatten die geplanten Kürzungen im Kinder- und Jugendhilfebereich, die der Jugendhilfeausschuss im Bezirk Mitte vornehmen wollte, kritisiert. Allein in St. Pauli sollten 7 Stellen bei den Kinder- und Jugendeinrichtungen gestrichen werden.
Die Kinder- und Jugendpolitische Sprecherin der GAL-Bürgerschaftsfraktion Sabine Steffen hatte dabei auf einen Widerspruch zwischen Bezirks- und Senatspolitik hingewiesen.
Der Senat nimmt in 2003 Umschichtungen von 6 % aus dem Bereich der Hilfen zur Erziehung zugunsten der offenen Kinder- und Jugendarbeit vor. Unterdessen hat der Jugendhilfeausschuss im Bezirk Mitte Kürzungen bei der offenen Kinder und Jugendarbeit beschlossen.
Das hatte die GAL-Abgeordnete kritisiert.
Der Senat hat nun reagiert: Die sich aus dem Umschichtungen ergebenden Handlungsspielräume seien erst nicht berücksichtigt worden, da die Höhe der auf die Bezirke entfallenden Mittel zum Zeitpunkt der Planung noch nicht feststand, teilt der Senat nun mit. Und weiter: “Die zuständige Behörde hat das Bezirksamt gebeten, die inzwischen erfolgte Präzisierung der Mittelverteilung dem Jugendhilfeausschuss mitzuteilen und (...) eine Überprüfung vorzunehmen.”
GAL-Politikerin Steffen: “Es ist ein Skandal, dass ausgerechnet in einem der ärmsten Stadtteile Hamburgs die offene Kinder- und Jugendarbeit gekürzt werden soll. Wenn der Senat es mit der Unterstützung für Kinder und Jugendliche ernst meint, kann die
anstehende “Überprüfung” nur eine Konsequenz haben: Die Stellen in der offenen Kinder- und Jugendarbeit in St. Pauli müssen erhalten bleiben.”
Pressestelle der GAL-Bürgerschaftsfraktion (PM Steffen 12/12/2002)