Geschlossene Unterbringung für Minderjährige - Griff in die pädagogische Mottenkiste
Aus Anlass der Eröffnung des Geschlossenen Heims in der Feuerbergstraße in Hamburg-Alsterdorf hat die GAL erneut
Kritik an dem zugrundeliegenden Konzept geübt.
Die Kinder- und Jugendpolitische Sprecherin der Fraktion Sabine Steffen:
“Der Senat hat tief in die pädagogische Mottenkiste gegriffen. Dass die Unterbringung in einem sanierten Gebäude stattfindet, macht das Konzept nicht modern.
Die Erfahrungen sprechen nicht dafür, dass die problembelasteten Jugendlichen ihre Schwierigkeiten eingesperrt – also unter Zwang – bewältigen können.
Wenn es uns wirklich um das Kindeswohl geht, brauchen wir flexibel einsetzbares Fachpersonal, das in Krisensituationen schnell reagieren kann und rund um die Uhr auch für eine längere Zeit zur Verfügung steht und keine geschlossene Unterbringung.”
Pressestelle der GAL-Bürgerschaftsfraktion (PM Steffen 18/12/2002)