GAL: Verlängerung der Airbus-Werkspiste ist unnötig
Anlässlich der heutigen (3.9.02) Senatsentscheidung zugunsten der von Airbus gewünschten weiteren Verlängerung der Start- und Landebahn in Finkenwerder bekräftigt die GAL-Bürgerschaftsfraktion ihre Skepsis gegenüber der angeblichen Alternativlosigkeit der Verlängerung.
Laut Äußerungen von Airbus im laufenden gerichtlichen Verfahren vor dem Verwaltungsgericht ist die Verlängerung der Piste wegen der Frachtversion des A 380 erforderlich. In der am Wochenende öffentlich gewordenen Senatsdrucksache gesteht der Senat allerdings ein, dass die bisher bestellten 19 Flugzeuge der Frachtversion grundsätzlich auch in Fuhlsbüttel ausgeliefert werden könnten.
Hierzu Christian Maaß, umwelt- und rechtspolitischer Sprecher der GAL in der Bürgerschaft:
"Es ist unverhältnismäßig, dass der Senat für 19 Fracht-Flugzeuge das Dorf Neuenfelde zerstören will, wenn das Volltanken dieser wenigen Maschinen auch fünf
Flugminuten weiter nördlich in Fuhlsbüttel erfolgen kann. Dazu braucht Airbus kein vollständiges Auslieferungszentrum in Fuhlsbüttel, die Kosten dürften deshalb weitaus niedriger sein als der Senat vermutet. Die von den Grünen schon während der rot-grünen Koalition immer zur Voraussetzung einer weiteren Pistenverlängerung gemachte Bedarfs- und Alternativenprüfung muss daher negativ ausfallen. Der Senat macht sich mehr und mehr zum ausführenden Organ eines Unternehmens."