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ISSN 1610-0611
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Verlotterung und Ausverkauf...

Verlotterung und Ausverkauf der Parks und Spielplätze durch den Senat
GAL legt umfassendes Konzept zum Schutz der Grünflächen vor

Gegen den Ausverkauf des öffentlichen Grüns wendet sich ein Maßnahmenkatalog, den die GAL-Fraktion in einem Antrag in die Bürgerschaft eingebracht hat, wo er morgen debattiert wird.

Christian Maaß, umweltpolitischer Sprecher der GAL-Fraktion, erklärt dazu: "Der Senat macht sich mit atemberaubender Geschwindigkeit an die Demontage des
öffentlichen Grüns. Innerhalb nur eines Jahres ist es so weit gekommen, dass in einigen Stadtteilen Spielplätze und Grünflächen geschlossen werden müssen, und es wird laut über die Bebauung dieser Flächen nachgedacht. Sogar der Rosengarten von Planten un Blomen soll der Erweiterung des CCH zum Opfer fallen, ohne dass ernsthaft Alternativen geprüft werden. Um sein Konzept der wachsenden Stadt durchzusetzen, pflastert der Senat die grüne Wiese. Eine solche Entwicklung kann man nur 'wuchernde Stadt' nennen."

Die zentralen Forderungen des GAL-Antrags sind der Verzicht auf den Verkauf öffentlicher Grünflächen und die Sicherung ihrer Pflege. Nach Ansicht der GAL-
Fraktion soll die Stadt außerdem lieber Altlasten sanieren, anstatt die Betonierung von Freiflächen zu forcieren. Maaß: "Wenn der Senat eine wachsende Stadt möchte, darf er nicht wie geplant massiv an der Altlastensanierung sparen. Das vergrößert die Flächenkonkurrenz und erhöht den Entwicklungsdruck auf die wenigen Grünflächen."

Hinsichtlich der Finanzierung der Pflege der Grünanlagen und Spielplätze will die GAL neue Wege gehen. "Letztes Jahr über 200.000 Euro Einsparungen, dieses
Jahr noch mal. Bei den Kürzungen der Pflegemaßnahmen ist das Ende der Fahnenstange erreicht. Die derzeitige Verlotterung unserer Parks und Spielplätze ist unverantwortlich. Der Senat muss neue Ideen zur Kostensenkung und Finanzierung einsetzen," fordert Maaß. Pflegekosten will die GAL durch eine ökologisch angepasste, Standort gerechte Pflanzenauswahl sparen. Außerdem soll die Beteiligung von Bürgern und Unternehmen an der Gestaltung und Pflege des öffentlichen Grüns verbessert werden. Daneben soll die Novellierung des Grünanlagengesetzes und der Baumschutzverordnung Verursacher gerecht Finanzmittel für das Stadtgrün erschließen. Insbesondere sollen die behördlichen Möglichkeiten für die Anordnung von Ersatzpflanzungen bei Baumfällungen verbessert werden. Maaß: "Wer große Bäume fällt, soll auch für Ersatzpflanzungen sorgen. Das hält Hamburg grün und entlastet die Stadt."

<<Gruenanlagen-Antrag_161002.pdf [72 KB] >>



Lexi von Hoffmann
GAL-Fraktion
(PM Maaß 29/10/02)


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