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ISSN 1610-0611
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Viel Geld für windige Planungen

Tennis: Olympiabewerbung darf Hamburg nicht erpressbar machen
GAL: Viel Geld für windige Planungen

Wie einer in der Behördenabstimmung befindlichen Senatsdrucksache zu entnehmen ist, plant der Senat mit Rücksicht auf das Sportstättenkonzept der Hamburger Bewerbung für die Olympischen Spiele 2012, den Deutschen Tennisbund im kommenden Jahr mit 750.000 Euro zu unterstützen. Dadurch wäre die Austragung der German Open 2003, das traditionsreiche Hamburger Herren-Tennisturnier, gesichert.

Dazu erklärt die sportpolitische Sprecherin der GAL, Dr. Verena Lappe: “Das vorliegende Konzept zur Sanierung der DTB Holding und zur Sicherung der German Open ist mehr als windig. Es basiert auf sehr unsicheren Positionen, beispielsweise der Möglichkeit, zehn zusätzliche, tennisfremde Veranstaltungen im Tennisstadion durchzuführen. Das ist jedoch keineswegs gesichert.

Unsicher ist auch, ob die Gläubigerbanken, wie bei den Planungen vorausgesetzt, tatsächlich auf Teile ihrer Forderungen verzichten. Vermutlich nur, wenn Hamburg für den Rest bürgt. Konkrete Zahlen, um das Risiko einschätzen zu können, fehlen jedoch.”

Lappe mahnt zudem die mangelnde Zukunftsperspektive für das Turnier über das Jahr 2003 hinaus an und kritisiert in diesem Zusammenhang, dass nicht über eine Neuauflage des Damenturniers debattiert wird. Auch Gegenleistungen des DTB im Bereich der Jugendförderung stehen nicht zur Diskussion.

Lappe: “Es kann nicht Aufgabe der Öffentlichen Hand und der Steuerzahler sein, die Finanzsituation eines Sportverbandes dauerhaft zu verbessern, der aktiv an den Vorteilen des Profisports partizipiert hat, aber dessen Risiken nicht verantworten und tragen will. Weder dem HSV noch St. Pauli wurden in schwierigen finanziellen Situationen derartige Finanzspritzen zur Aufrechterhaltung des Spielbetriebs zuteil. Und das ist auch gut so. Die Olympia-Bewerbung darf die Stadt nicht erpressbar machen. Auch hier müssen Vernunft und Nachhaltigkeitskriterien Vorrang haben.

Außerdem wäre es klüger gewesen, die Bürgerschaft zeitiger in diese Planungen einzubeziehen, zumal diese Entwicklung nicht überraschend kommt – gerade wegen Olympia.”





Pressestelle der GAL-Bürgerschaftsfraktion
(PM Lappe 18/12/2002)


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