Konstruktiv statt destruktiv: JuLis fordern Änderung des Wohnwagengesetzes
Die Jungen Liberalen Hamburg (JuLis), die unabhängige liberale Jugendorganisation der FDP, plädieren angesichts des OVG-Beschlusses zur Räumungsverfügung für eine Aussetzung der Räumung des Bauwagenplatzes "Bambule". Stattdessen sollte nach Ansicht der JuLis umgehend das Hamburgische Wohnwagengesetz geändert werden. Die Jungen Liberalen werden einen entsprechenden Änderungsvorschlag zum Hamburgischen Wohnwagengesetz ausarbeiten und den Abgeordneten der FDP-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft übergeben.
Ausgehend vom Beschluss ihrer Landesmitgliederversammlung fordern die JuLis den grundsätzlichen Erhalt und die Tolerierung Zusammenlebens in Form von Bauwagenplätzen. Für private Flächen sollte geltendes Mietrecht angewandt werden. Die JuLis lehnen eine generelle Räumung der Bauwagenplätze und eine zwangsweise Umquartierung der Bewohner in feste Wohnungen ab. Nach Ansicht der liberalen Jugendorganisation bilden in einer modernen, aufgeklärten und offenen Gesellschaft geltendes Recht und liberale Wertevorstellungen den politischen Rahmen.
Der Landesvorsitzende der Hamburger Jungen Liberalen, JAN ERIK SPANGENBERG erklärte hierzu wörtlich: "Wir sprechen uns klar für alternative Wohnformen aus. Dies hat die Landesmitgliederversammlung der JuLis mit großer Mehrheit beschlossen. Wer statt in einer Wohnung in einem Bauwagen wohnen möchte, sollte dies auch dürfen. Voraussetzung ist jedoch, soweit es sich um öffentlichen Grund handelt, dass dadurch nicht eine beabsichtigte Wohnbebauung oder eine andere für die Interessen der Freien und Hansestadt Hamburg bedeutsame Bebauung oder Nutzung verhindert wird und auch hygienische Mindeststandards gewahrt bleiben. In genau diese Richtung geht unser Änderungsvorschlag, auf dessen Umsetzung wir drängen werden. Es muss endlich eine Rechtsgrundlage für alternative Wohnformen geschaffen werden um diesen unhaltbaren Zustand der Rechtsunsicherheit zu beenden."