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1. Deutscher Impftag
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1. Deutscher Impftag
Am Mittwoch, den 6. November 2002, findet ein bundesweiter Aktionstag zum Thema Impfen und Impfschutz statt. Ziel ist die Verbesserung des Impfschutzes von Kindern und Jugendlichen. Die Initiative, die in Hamburg von den Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitsdienstes unterstützt wird, wurde vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e. V. entwickelt. Mit diesem Impftag soll ein deutliches Zeichen für die unveränderte Bedeutung des Themas Schutzimpfungen gesetzt werden. Die Gesundheits- und Umweltämter der Hamburger Bezirke und das Impfzentrum des Hygiene Institutes, die neben individuellen Beratungen zu Fragen des Impfens ganzjährig auch kostenfreie Schutzimpfungen für Kinder, Jugendliche (Masern, Mumps, Röteln, Diphtherie, Wundstarrkrampf (Tetanus), Haemophilus influenzae Typ B (HIB), Keuchhusten, Hepatitis B und Kinderlähmung (Poliomyelitis)), und Erwachsene (Diphtherie, Kinderlähmung (Poliomyelitis) und Wundstarrkrampf (Tetanus)) anbieten, werben dafür, diese Leistungen am 1. Deutschen Impftag besonders intensiv zu nutzen.
Viele bösartige Infektionserkrankungen früherer Tage wie Diphtherie, Kinderlähmung (Poliomyelitis) oder Wundstarrkrampf (Tetanus) sind heute in Deutschland eine Seltenheit geworden. Diese erfreuliche Entwicklung ist darauf zurückzuführen, dass der überwiegende Teil der Eltern sich für die frühzeitige Impfung ihrer Kinder entscheidet. Damit diese Entwicklung anhält und diese Krankheiten sich nicht wieder ausbreiten, ist eine hohe Durchimpfungsrate in der Bevölkerung weiterhin erforderlich. Um z. B. die Masern auszurotten, ein Ziel der Weltgesundheitsorganisation, sind Durchimpfungsraten in der Bevölkerung von 95 % erforderlich. Bestimmte Impfungen erzeugen keinen lebenslangen Schutz, sondern müssen in regelmäßigen Abständen aufgefrischt werden. Untersuchungen der letzten Jahre lassen vermuten, dass der Impfschutz gerade in der jungen Bevölkerung z. B. gegen Masern, Mumps, Röteln und Hepatitis B mit weniger als 80 % unzureichend ist bzw. begonnene Immunisierungen unvollständig sind.
Zwischen der Behörde für Umwelt und Gesundheit und den Gesetzlichen Krankenkassen in Hamburg besteht seit Juni 1999 eine Vereinbarung zur Kostenübernahme von Impfstoffen. Nach der Vereinbarung werden die Kosten für eine Reihe von Impfungen, die von der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) empfohlen und von den Gesundheits- und Umweltämtern der Hamburger Bezirke sowie dem Zentrum für Impfmedizin und Infektionsepidemiologie durchgeführt werden, zu 85 % von den Krankenkassen und zu 15 % von der Behörde für Umwelt und Gesundheit übernommen. Reisemedizinische Impfungen sind nicht Teil der Vereinbarung und müssen auch weiterhin von den Reisenden selbst getragen werden.
Die Gesundheits- und Umweltämter bieten ihre Beratung in speziellen Impfsprechstunden an. Vormittags informiert das Impfzentrum Hamburg des Hygiene Institutes in einer spezielle Familien-Impfsprechstunde alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, insbesondere auch Eltern mit ihren Kindern über die in Hamburg öffentlich empfohlenen und unentgeltlich angebotenen Impfungen, über deren möglichen Risiken und die Empfehlungen der deutschen Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut. Fehlende Impfungen können auf Wunsch gleich durchgeführt werden.
Darüber hinaus bieten die Gesundheits- und Umweltämter Eimsbüttel und Hamburg-Nord in Zusammenarbeit mit der AOK Hamburg Grippeimpfungen für Studentinnen und Studenten an. Das Gesundheits- und Umweltamt Altona wird am 6. November 2002 spezielle Impfinformationen in den Schulen und Schularztstellen Altonas durchführen.
Informationen zu den Angeboten der Gesundheits- und Umweltämter und den Öffnungszeiten der Impfsprechstunden gibt es in den Bezirksämtern
Behörde für Umwelt und Gesundheit Pressesprecher Michael Mrozek
5. November 2002 /bug05
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