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ISSN 1610-0611
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Drunter oder Drüber-Elbquerungen gestern und heute

Drunter oder Drüber - Elbquerungen gestern und heute

Neue Ausstellung im Staatsarchiv anläßlich der Eröffnung der 4. Elbtunnelröhre

Am 28. Oktober wird die 4. Elbtunnelröhre offiziell dem Verkehr übergeben. Dieses Ereignis haben das Amt für Geoinformation und Vermessung und das Hamburger Staatsarchiv zum Anlass genommen, gemeinsam eine Ausstellung vorzubereiten, welche die Geschichte der Verkehrswege über die Elbe zum Thema hat.
Eigentlich haben die Hamburger ihr "Verkehrshindernis Elbe" erst seit gut hundert Jahren mit Brücken und Tunneln überwunden. Heute hält uns vielleicht manches Mal der Stau auf den Elbbrücken oder vor dem Elbtunnel auf, doch bis ins späte 19. Jahrhundert hinein sah das noch ganz anders aus, denn in früheren Zeiten wurde der Fluss manchmal sogar für Tage zur unüberwindlichen Barriere. Über viele Jahrhunderte war der Reisende und - vor allem im 19. Jahrhundert - der Pendler, der im Hamburger Hafen auf der anderen Elbseite seiner Beschäftigung nachging, noch bei jedem Wetter von Fährverbindungen abhängig. Oftmals wurde der Fluss bei Eisgang oder Sturm unpassierbar. Wer denkt schon bei der ersten Durchfahrt der neuen Elbtunnelröhre daran, dass die Über- oder Unterquerung eines Flusses wie die Elbe für uns heute eine Selbstverständlichkeit, für unsere Urgroßeltern nicht ohne Probleme war. So zitiert die Ausstellung beispielsweise den Reisebericht eines Engländers, der zu Anfang des 17. Jahrhunderts die Überfahrt von Blankenese nach Cranz zwar bezahlte, jedoch dafür trotzdem noch selbst rudern musste und zu allem Überfluss auch noch 9 Stunden brauchte um von einem Ufer zum anderen zu gelangen! Heute klagen wir schon, wenn wir die gleiche Zeit für die Flugreise "über den großen Teich" zu unseren Geschäftspartnern in Asien Amerika oder Afrika oder zu den beliebten Urlaubszielen "in aller Welt" mit einem Gläschen Wein in der Hand und einem nett angerichteten, von einer freundlichen Stewardess servierten Abendessen genießen dürfen. Die Ausstellung zeigt nicht nur die vielen Überlegungen, Schwierigkeiten und Erfolge, mit denen die verschiedenen Brücken- und Tunnelprojekte behaftet waren, sondern auch Bauvorhaben, die nie realisiert worden sind. Ferner berichtet sie über einige Anekdoten und vieles was längst in Vergessenheit geraten ist.
Ziel der Ausstellung ist es nicht nur, den Besuchern der Ausstellung, die unter dem Motto "Drunter oder Drüber, Elbquerungen gestern und heute" läuft, die lange Geschichte des Aufbaus eines Teils der Infrastruktur aufzuzeigen, die heute von Projekt zu Projekt und von Brücke zu Tunnel die Einheit gebildet hat, die für Hamburg und sogar ganz Europa von großer Wichtigkeit ist und deren Entwicklung mit Sicherheit auch nie abgeschlossen sein wird. Sie bietet außerdem auch einen unterhaltsamen Überblick zum Thema Elbüberquerungen in Hamburg.
Und für diejenigen, die sich zum Thema lieber in ihrem Wohnzimmersessel eingehender informieren möchten, oder für die die Zeit für die historische Besichtigungstour im Staatsarchiv nicht ausreicht, wurde eine Broschüre verfasst, in der alles zum Thema beschrieben wird und die auch die zum Teil einzigartigen Bilder aus der Ausstellung in kleinerem Format enthält. Sie ist gegen Bezahlung einer Schutzgebühr in Höhe von € 10,- im Staatsarchiv und auch im Amt für Geoinformation und Vermessung erhältlich.

Die Ausstellung wird am 29.10.2002 um 15 Uhr vom Direktor des Staatsarchivs, Dr. Udo Schäfer, und dem Leiter des Amtes für Geoinformation und Vermessung, Hagen Graeff, eröffnet.

30. Oktober bis zum 20. Dezember 2002

im Foyer des Staatsarchivs
an der Kattunbleiche 19

Öffnungszeiten: Mo-Fr 9-16 Uhr, Mi bis 18 Uhr
Der Eintritt ist frei.

25. Oktober 2002 /t-25






































Für Rückfragen:Leiter der Plankammer des Staatsarchivs
Joachim W. Frank
Telefon: (0 40) 4 28 31 - 3274


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