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ISSN 1610-0611
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Eine Synagoge wird rekonstruiert.


5. September 2002 /t-bbs05

Landeszentrale für politische Bildung - Behörde für Bildung und Sport

Eine Synagoge wird rekonstruiert.
Von der Zerstörung zur virtuellen Realität
Unter wissenschaftlicher Leitung der Universität Darmstadt werden seit einigen Jahren mit Hilfe von Computerrekonstruktionen ehemals zerstörte Synagogen in Bild und Film visualisiert, und zwar dergestalt, dass sich beim Betrachten der Animation auf Video oder PC das Gefühl bildet, man stehe vor dieser Synagoge, ginge dann hinein und könnte sich auch im Innern genau alles ansehen .

Auf diese Art wurden bisher 15 ehemals zerstörte Synagogen (u.a. Berlin–Fasanenstrasse, Hannover, Nürnberg, Köln) rekonstruiert – eine Hamburger Synagoge ist leider nicht dabei. Das ist um so bedauerlicher, als eine Ausstellung über diese 15 Rekonstruktionen, beginnend in Tel Aviv, um die Welt gehen soll.
Die Baupläne der großen Hamburger Synagoge vom Bornplatz sind aber im Staatsarchiv erhalten. Die Landeszentrale für politische Bildung, die Jüdischen Gemeinde in Hamburg und die Hamburger Gesellschaft für jüdische Genealogie wollen gemeinsam versuchen, über eine Veranstaltung Presse und Sponsoren zu mobilisieren, damit auch die große Hamburger Synagoge in ihrer alten Pracht zumindest virtuell wiedererstehen kann.

Bei der Veranstaltung wird Herr Jürgen Sielemann, Staatsarchiv, berichten, welche Unterlagen es noch gibt, und Marc Grellert, federführender Mitarbeiter des Projektteams an der TU Darmstadt, wird in Bild und Ton erläutern, wie solche Rekonstruktionen erstellt werden und was bereits erreicht wurde. Die Veranstaltung findet statt amMontag, dem 9. September, um 18.00 Uhr,

im Reimarus-Saal der Patriotischen Gesellschaft, Trostbrücke 4

Schirmherr der Veranstaltung ist der Erste Bürgermeister Ole von Beust

Die Landeszentrale für politische Bildung, Jüdische Gemeinde in Hamburg und Hamburger Gesellschaft für jüdische Genealogie e.V. laden herzlich dazu ein.



Zu diesem besonderen Anlass ist die Schrift von Arie Goral „Im Schatten der Synagoge“ neu aufgelegt worden und wird anlässlich der Veranstaltung verteilt.



Rückfragen:
Dr. Helga Kutz-Bauer, Tel. 42831-2487 oder –2142e-mail: Helga.Kutz-Bauer@bbs.hamburg.de

































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