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ISSN 1610-0611
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Fluglärmschutzbericht 2001

Fluglärmschutzbericht 2001:

Auch im Jahr 2001: Weniger Lärm und weniger Flüge


Das Jahr 2001 war das Jahr mit dem geringsten Fluglärm in den letzten beiden Jahrzehnten. Der Dauerschallpegel und die Zahl extrem lauter Flüge gingen erheblich zurück.
Ursache für den rapiden Rückgang ist der weiter steigende Anteil moderner Flugzeuge mit lärmärmeren Triebwerken und der Rückgang der Zahl der Flugbewegungen (7000 weniger als im Vorjahr). Auch die nächtlichen Flüge sind insgesamt leicht zurückgegangen (3 Prozent) und die Verspätungen (nach 23 Uhr) haben um 25 Prozent abgenommen.
So war auch die Zahl der Fluglärmbeschwerden insgesamt um ein Viertel geringer als im Vorjahr. Weiterhin betrifft jede fünfte Lärmbeschwerde Störungen der Nachtruhe.

Die Flughafen Hamburg GmbH (FHG) hat seit dem 1. Oktober 2001 ein neues System von Start- und Landeentgelten eingeführt, bei dem ein Teil der bisher gewichtsabhängigen Entgelte nach dem tatsächlich gemessenen Lärm des Flugzeugtyps gestaffelt wird. Es gibt 7 Lärmklassen.
Zum Vergleich: Bei Lärmklasse 1 (weniger als 72 dB(A)) beträgt das Entgelt 5,50 Euro und bei Lärmklasse 7 (über 87 dB(A)) wären es 1.350 Euro. Für Flugbewegungen nach 22 Uhr wird ein Aufschlag von 100 Prozent, für Flugbewegungen nach 23 Uhr ein Aufschlag von 200 Prozent erhoben.

Diese Lärmdifferenzierung hat zu Folge, dass zum Beispiel zwei gleich große Flugzeuge wie der Airbus A319 und die wesentlich lautere McDonnelDouglas MD87 sehr unterschiedliche Entgelte zahlen müssen. Jeder Flug (Landung und Start) mit einer MD87 (Lärmklasse 6) kostet rund 800 Euro mehr als der mit einem A319. Kämen noch Verspätungen (nach 23 Uhr) hinzu, so wäre allein das Landentgelt für die MD87 fast 1200 Euro höher als bei dem A319.

Der Flughafen Hamburg kommt damit der Forderung nach, effektive Anreize zu leiseren Flugzeugen zu schaffen und die Lärmbelastung in der Nacht dauerhaft zu reduzieren.

Der Probebetrieb der neuen Lärmschutzhalle wurde 2001 erfolgreich abgeschlossen. Die schalltechnischen Abnahmemessungen ergaben, dass der vorgegebene Maximalpegel deutlich unterschritten wird.

Seit September 2001 gibt es im Internet ein Informationssystem, in dem Wissenswertes über den Fluglärmschutz in Hamburg und aktuelle Daten zum Flughafen regelmäßig veröffentlicht werden. Unter: www.hamburg.de (Schnellsuche nach „Fluglärm“) oder www.fluglaerm-hh.de wird laufend über die an den Lärmmessstellen registrierten Dauerschallpegel, die Nutzungen der einzelnen Start- und Landebahnen und die nächtlichen Flugbewegungen berichtet. Hier finden sich auch detaillierte Auswertungen auf Jahresbasis, längerfristige Entwicklungen werden dargestellt.

Das Lärmschutzprogramm verpflichtet den Flughafen Hamburg, innerhalb bestimmter fluglärmbelasteter Gebiete auf Antrag die Kosten für schalldämmende Maßnahmen zu fördern oder zu übernehmen. Hier lässt sich über ein komfortables Straßenverzeichnis einfach feststellen, ob sich ein Haus im Förderbereich befindet.
Es wurde außerdem dem häufig geäußerten Wunsch Fluglärmbetroffner entsprochen und ein System eingerichtet, das möglichst frühzeitig Informationen über Sperrungen von Landebahnen oder Besonderheiten im Flugverkehr vermittelt. Wer eine Email-Adresse hinterlässt, wird zum frühestmöglichen Zeitpunkt über geplante Baumaßnahmen und damit verbundene Landebahnsperrungen informiert.

Der Fluglärmschutzbericht 2001 sowie die Fluglärmschutzberichte seit 1992 sind als pdf-Datei (Acrobat-Reader) abrufbar.








Pressestelle der Behörde für Umwelt und Gesundheit
Volker Dumann
27. November 2002/bug27


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