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ISSN 1610-0611
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Grundlagenforschung: TESLA


Grundlagenforschung

Norddeutsche Wissenschaftsminister sprechen sich für TESLA aus


Die Wissenschaftsminister und Wissenschaftssenatoren der fünf norddeutschen Länder haben sich gemeinsam für den Bau des Linearbeschleunigers TESLA in Hamburg und Schleswig-Holstein ausgesprochen. Bei der Norddeutschen Wissenschaftsminister-Konferenz in Hannover baten die für Forschung zuständigen Kabinettsmitglieder der Länder Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein den Wissenschaftsrat, zügig eine abschließende Empfehlung für die Realisierung des TESLA-Projektes auszusprechen. An den Bund richteten sie den Appell, danach umgehend die nötigen Beschlüsse zu fassen, damit die Verhandlungen über die internationale Finanzierung des Projektes aufgenommen werden können.

Die fünf Ministerinnen, Minister und Senatoren betrachten die Realisierung des von Deutschen Elektronen-Synchrotron (DESY) entwickelten TESLA-Projektes als hervorragende Maßnahme, den norddeutschen Forschungsraum zu stärken. Hamburgs Wissenschaftssenator Jörg Dräger, Ph.D.: „Ich freue mich, dass die norddeutschen Wissenschaftsminister sich heute treffen, um gemeinsam über Projekte und Ideen zu sprechen, den Wissenschaftsstandort Norddeutschland zu stärken. TESLA ist ein wissenschaftlicher Leuchtturm, dessen Strahlkraft weit über die beteiligten Länder hinausgeht. Wir haben hier die große Chance, ein weltweit einzigartiges Forschungsprojekt zu realisieren.“

TESLA ist als eines der größten Forschungsvorhaben weltweit konzipiert und soll in internationaler Zusammenarbeit entstehen. Auch die Finanzierung soll mit internationaler Beteiligung erfolgen. TESLA kombiniert zwei Forschungsaspekte, einen supraleitenden Teilchenbeschleuniger, in dem Materie (Elektronen) mit höchster Energie mit Antimaterie (Positronen) kollidiert. Der zweite Aspekt von TESLA sind Röntgenlaser, die extrem intensive, kurze Röntgenlichtblitze erzeugen. TESLA eröffnet damit neue Perspektiven für die Grundlagenforschung und für anwendungsnahe Forschung in verschiedenen Gebieten der Naturwissenschaften. Dies reicht von Untersuchungen der Bausteine und Kräfte, die die Welt ausmachen, bis zur Erforschung von Werkstoffen und dem Ablauf der Lebensvorgänge.



Sabine Neumann

Pressestelle der Behörde für Wissenschaft und Forschung
13. November 2002/bwf13a


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