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Heroinambulanz am Högerdamm
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27. August 2002 /bug27
Pünktlicher Start des bundesweiten Modellprojekts in Hamburg:
Heroinambulanz am Högerdamm nimmt die Arbeit auf
Am Dienstag wurde in Hamburg die Heroinambulanz am Högerdamm durch Gesundheitssenator Peter Rehaag und den Ärztlichen Geschäftsführer der Drogenambulanzen Hamburg GmbH, Dr. Klaus Behrendt, offiziell eröffnet. Als Mitglied des Beirats für das Modellvorhaben nahmen Ärztekammerpräsident Dr. Frank Ulrich Montgomery und Weihbischof Dr. Hans-Jochen Jaschke an der Einweihungsveranstaltung teil.
Innerhalb von nur 12 Wochen ist auf dem zentral und verkehrsgünstig gelegenen Gelände am Mittelkanal ein moderner Ambulanzbetrieb in Spezialcontainern entstanden. Bei den Planungen wurden nicht nur Anregungen und Forderungen der Anwohner und umliegenden Geschäftsbetriebe aufgegriffen, sondern auch alle erforderlichen Sicherheitsaspekte berücksichtigt. Auch in Zukunft werden die Anwohner durch die Drogenambulanzen Hamburg GmbH als Trägerin der Ambulanz, die Polizei und die Behörden an einem Runden Tisch informiert und beteiligt. Mit der heutigen Eröffnung kann jetzt auch in Hamburg die heroingestützte Behandlung von 230 opiatabhängigen Patientinnen und Patienten erprobt werden. Damit wird dem differenzierten Suchthilfesystem ein weiterer wichtiger Baustein hinzugefügt. Ziel des Vorhabens ist in erster Linie die wissenschaftlich gesicherte Überprüfung, ob bei ärztlich kontrollierter Behandlung synthetisch reines Heroin ein geeignetes, wirksames und wirtschaftliches Medikament darstellt, das perspektivisch Bedeutung für die krankenkassenfinanzierte Suchtbehandlung haben könnte. Darüber hinaus werden deutliche positive Auswirkungen für die Bevölkerung insbesondere durch einen Rückgang der Beschaffungskriminalität erwartet.
Gesundheitssenator Peter Rehaag dankte allen beteiligten Partnern: „Hamburg hat nach langem Vorlauf nun mit aller Entschlossenheit die anspruchsvollen Pläne umgesetzt und kann pünktlich den Ambulanzbetrieb aufnehmen. Wir kommen damit unserem Ziel wieder ein Stück näher, den Drogenabhängigen jede erdenkliche Hilfe zum schrittweisen Ausstieg aus Sucht und Verelendung zu ermöglichen.“
„Das Modellprojekt ist eine große Chance für Schwerstabhängige auf ein geregeltes Leben. Wir haben ein starkes Team an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aufgebaut, die hier in den nächsten drei Jahren alles tun werden, um Leben zu retten und dieses wieder lebenswert zu machen“, so der Ärztliche Geschäftsführer, Dr. Klaus Behrendt, bei der Eröffnung.
Am Nachmittag konnten sich interessierte Anwohner der Ambulanz einen persönlichen Eindruck von der Einrichtung verschaffen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Einrichtung standen ihnen hierbei für Fragen zur Verfügung.
LBK Hamburg, Pressestelle, Siegmar Eligehausen Behörde für Umwelt und Gesundheit, Pressestelle, Michael Mrozek
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