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ISSN 1610-0611
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„HfbK mit Reformkonzept auf dem richtigen Weg“

11. September 2002 /bwf11

Strukturprozess

„HfbK mit Reformkonzept auf dem richtigen Weg“


Wissenschaftssenator Jörg Dräger, Ph.D. begrüßt ausdrücklich die Kernaussagen des heute veröffentlichten Reformkonzeptes der Hochschule für bildende Künste (HfbK). Nach 100 Tagen im Amt hat die neue Leitung der HfbK, der Präsident Martin Köttering, eine mehrere Semester dauernde Diskussion zu einem Ergebnis gebracht. Die Kunsthochschule hat ein Konzept vorgelegt, mit dem sie ihr Profil stärken und sich in der Hochschullandschaft neu positionieren möchte. Dieses Konzept hat der Akademische Senat der HfbK in seiner Sitzung am 4. Juli 2002 einstimmig verabschiedet.

Wissenschaftssenator Jörg Dräger, Ph.D.: „Mit dem vorgestellten Reformkonzept ist die HfbK auf dem richtigen Weg. Ich unterstütze die Entscheidung der Kunsthochschule, mit einer grundlegenden Reform ihr Profil zu stärken. Die Einstimmigkeit bei der Verabschiedung im Akademischen Senat zeigt, dass die Notwendigkeit struktureller Veränderungen von allen Mitgliedern der Hochschule erkannt wurde.“

Das Konzept der HfbK sieht unter anderem die Auflösung der Fachbereiche zugunsten einer Matrixorganisation von Lehr- und Forschungsbereichen sowie Studiengängen vor. Jedes Studienangebot steht prinzipiell allen Studierenden offen. Alle Studiengänge sollen definierte Studien- und Prüfungsordnungen erhalten. Die Professuren sollen zukünftig nicht mehr einzelnen Fachbereichen, sondern der Hochschule zugeordnet werden. Dies schafft größere Flexibilität bei der Nachbesetzung von Stellen.

Dazu Senator Dräger: „Die Zuordnung der Professuren zur Hochschule statt zu Fachbereichen ist ein großer positiver Schritt. So schafft die HfbK Raum für Innovation und Schwerpunktsetzung. Die Auflösung starrer Fachbereiche ist grundsätzlich zu begrüßen, weil dann auch die nötigen Organisationsstrukturen sowie verbindliche Studien- und Prüfungsordnungen eingerichtet werden müssen. Für die Studierenden bietet das offene Studienangebot die große Chance, ihr Studium sehr flexibel zu gestalten. Die Einführung von Credit Points ist aber die notwendige Voraussetzung für solch ein ‚Studium à la carte’.“


Das Reformkonzept betont den Dialog zwischen Kunst und Öffentlichkeit, also die Förderung des Wissenstransfers zwischen Hochschule und Gesellschaft. Dazu gehört, dass die HfbK sich in Zukunft stärker für aktuelle künstlerische und gesellschaftliche Fragestellungen öffnen wird.

Dazu Senator Dräger: „Ich begrüße die stärkere Orientierung der Kunsthochschule an gesellschaftlichen Anforderungen, insbesondere auch im Hinblick auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes. Das Reformkonzept der HfbK wird nun in dem hochschulübergreifenden Strukturprozess das zukünftige Profil der Kunsthochschule deutlich machen.“


Sabine Neumann

Pressestelle der Behörde für Wissenschaft und Forschung


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