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ISSN 1610-0611
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„Integration durch Qualifikation“


Ole von Beust eröffnet die "BQM - Beratungs- und Koordinierungsstelle
zur beruflichen Qualifizierung von jungen Migrantinnen und Migranten"
in der KWB im Haus der Wirtschaft:

„Integration durch Qualifikation“ lautet das Motto der BQM

Der Erste Bürgermeister Ole von Beust hat anlässlich der Eröffnung der neuen "Beratungs- und Koordinierungsstelle zur beruflichen Qualifizierung von jungen Migrantinnen und Migranten" (BQM) auf die wichtige Aufgabe hinwiesen, die Ausbildungssituation junger Migrantinnen und Migranten in Hamburg zu verbessern.

Bürgermeister Ole von Beust: "Die beste Gewähr für eine gelungene Integration ist eine gute Qualifikation. Für die Wirtschaft ist es eine Zukunftsfrage, das Potential junger motivierter Migranten als qualifizierte Fach- und Führungskräfte noch viel stärker zu erschließen. Die Ausbildungsbeteiligung junger Migranten in den Betrieben zu erhöhen, wird Aufgabe der BQM sein. Die Einrichtung dieser Beratungsstelle wurde in dem unter meiner Leitung mit Unternehmen, Kammern, Verbänden, Gewerkschaften, Arbeitsverwaltung und Senat vereinbarten Handlungskonzept zur beruflichen Integration junger Migranten am 28. Mai 2002 beschlossen. Ich freue mich, dass es in so kurzer Zeit gelungen ist, die Beratungsstelle auf die Beine zu stellen."

Dr. Claus Kemmet, Geschäftsführer von UVNord – Vereinigung der Unternehmensverbände in Hamburg und Schleswig-Holstein e.V., begrüßt die BQM, die interessierten Unternehmen als Anlaufstelle dienen soll, wenn sie mehr junge Migranten ausbilden und einstellen wollen. "Im Eigeninteresse der Unternehmen gilt es, leistungsfähige und gut ausgebildete Menschen zu finden und hierbei stärker den Blick auf junge Migranten zu richten. In vielen Fällen sind sie hoch motiviert und verfügen über vergleichbare Voraussetzungen wie deutsche Jugendliche."

Auch Peter Deutschland, Landesbezirksvorsitzender des DGB Nord, unterstützt die Eröffnung der BQM: "Die Gewerkschaften begrüßen alle Anstrengungen, die die Chancen junger Migranten auf dem Arbeitsmarkt verbessern können. Die BQM kann durch Öffentlichkeitsarbeit und eine verbesserte Information der Eltern von ausländischen Jugendlichen auf die Bedeutung einer qualifizierten Berufsausbildung für die beruflichen Perspektiven ihrer Kinder hinweisen."

Zu den Aufgaben der BQM gehört unter anderem, die Bereitschaft von Unternehmen zu erhöhen, junge Migrantinnen und Migranten auszubilden; die Abbruchquoten junger Migranten in der Ausbildung zu reduzieren; die Öffentlichkeitsarbeit zu verbessern, Förderangebote besser aufeinander abzustimmen und Netzwerke in Zusammenarbeit mit Betrieben, Behörden, Arbeitsverwaltung, Kammern und Verbänden aufzubauen, um durch enge Kooperation die Ausbildungschancen junger Migranten zu verbessern.

Die BQM ist aufgrund der Nähe der "KWB - Koordinierungsstelle Weiterbildung und Beschäftigung" zur Wirtschaft und ihren Verbänden in der KWB im "Haus der Wirtschaft" angesiedelt. Finanziert wird die BQM für die nächsten drei Jahren durch die Behörde für Bildung und Sport (546.000 €) und den Europäischen Sozialfonds ESF (446.000 €). Unterstützt wird ihre Arbeit durch weitere Behörden, Arbeitsamt Hamburg, Kammern, Verbände und Gewerkschaften.


Staatliche Pressestelle
Christian Saadhoff, Pressereferent
Jutta Vorkoeper, Planungsstab
25. September 2002 /pr25


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