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Integration von jungen Migranten ins Arbeitsleben
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30. August 2002 /pr30
Ole von Beust bei Arbeitsgemeinschaft türkischer Unternehmer und Existenzgründer e.V. (ATU):
„Integration von jungen Migranten ins Arbeitsleben ist wichtiger als je zuvor“
Der Erste Bürgermeister Ole von Beust hat heute die Arbeitsgemeinschaft türkischer Unternehmer und Existenzgründer e.V. (ATU) besucht und damit die erfolgreiche Arbeit des Vereins gewürdigt. Die ATU besteht seit 1998 und erschließt das Potenzial von Betrieben mit ausländischen Inhabern als Ausbildungsbetriebe. Dadurch können zusätzliche Ausbildungsplätze für deutsche und ausländische Jugendliche geschaffen werden. Die Bilanz (seit 1999 bis 2001): 387 zusätzliche Ausbildungsstellen konnten akquiriert werden. Bürgermeister Ole von Beust zeigte sich von der Arbeit der Arbeitsgemeinschaft beeindruckt: „Die erfolgreiche Integration von jungen Migranten ins Arbeitsleben ist für die gesellschaftliche und ökonomische Zukunft moderner Großstädte wichtiger als je zuvor. Hier leistet die ATU einen ganz entscheidenden Beitrag. Sie berät Betriebe mit ausländischen Inhabern und hilft ihnen, dass sie selbst ausbilden können. Sie organisiert Ausbildungsverbünde dort, wo ein Betrieb nicht allein ausbilden kann.“
In solchen Ausbildungsverbünden konnten (seit 1998 bis 2002) bereits 243 Ausbildungsplätze organisiert werden. Das Spektrum der Ausbildungsverhältnisse reicht von der Fachkraft im Gastgewerbe über Kaufleute im Einzelhandel bis zu Reiseverkehrskaufleuten. Die Arbeit der ATU erstreckt sich jedoch nicht nur auf die Schaffung von Ausbildungsplätzen: Ausländische Unternehmer werden beraten und bei der Erlangung der Ausbildungsberechtigung unterstützt. Auch die Jugendlichen selbst werden über verschiedene Berufsbilder informiert und während der Ausbildung durch die ATU betreut. Durch die Begleitung auch nach der Vermittlung sollen Ausbildungsabbrüche vermieden werden. Schwerpunkt der Arbeit sind türkische Unternehmen, neuerdings werden aber auch afghanische und iranische Betriebe unterstützt.
ATU-Geschäftsführer Mehmet Keskin beschrieb die Motivation für seine Arbeit: „Wir wollen für benachteiligte Jugendliche ausländischer Herkunft – die eigentlich keine Ausländer sind, sondern Hamburger – mehr tun. Insbesondere sollen sie durch eine Ausbildung eine bessere soziale Stellung in dieser Gesellschaft haben.“
Die ATU beschäftigt sechs Mitarbeiter und wird aus verschiedenen öffentlichen Quellen finanziert. So tragen das Bundesministerium für Arbeit, das Arbeitsamt Hamburg mit seinem Jugendsofortprogramm, die Behörde für Bildung und Sport (Koordinierungsbeitrag für die Organisation von Ausbildungsverbünden) sowie die Handelskammer Hamburg (Miete für die Räumlichkeiten) wesentlich zur Vereinsarbeit bei. Die Handelskammer ist direkt mit dem stellvertretenden Vorsitzenden, Hubert Grimm, im Verein vertreten. Vorsitzende der ATU ist Aygül Özkan. Bürgermeister Ole von Beust freute sich über die erfolgreiche Arbeit des Vereins, da sie einen Schwerpunkt der Senatsarbeit symbolisiert: „Auch das Ziel meiner im Frühjahr ins Leben gerufenen Initiative ist es, die berufliche Integration junger Migrantinnen und Migranten in Hamburg zu verbessern. Nach zwei Gesprächsrunden stand am 28. Mai das neue Handlungskonzept. Alle Beteiligten - Unternehmen, Kammern, Gewerkschaften, Verbände, Arbeitsverwaltung und Senat - haben zugesagt, Maßnahmen zur Verbesserung der Ausbildungssituation Jugendlicher mit Migrationshintergrund zu ergreifen. So werden Maßnahmen zur Sprachförderung im vorschulischen Bereich und im allgemein bildenden Schulwesen intensiviert und Modellprojekte zur innovativen Ausbildungsvorbereitung in Stadtteilen mit überdurchschnittlich hohem Migrantenanteil ab September beginnen.“
Staatliche Pressestelle Christian Saadhoff, Pressereferent
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