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Memorandum mit tunesischem Gesundheitsministerium
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Hamburger Delegation unterzeichnet Memorandum mit tunesischem Gesundheitsministerium
Bedeutsamer Schritt für weitere medizinische Zusammenarbeit
Umwelt- und Gesundheitssenator Peter Rehaag hat gestern in Tunis gemeinsam mit dem Minister für öffentliche Gesundheit der Republik Tunesien, Dr. Alhabib Mbarek, ein Memorandum unterzeichnet, auf dessen Grundlage die Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich zwischen Tunesien und Hamburg künftig verstärkt werden soll. Für die Hamburger Krankenhäuser unterzeichneten Jürgen Abshoff, Geschäftsführer der Hamburgischen Krankenhausgesellschaft (HKG) und Prof. Dr. Hans-Dieter Jüde, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf, das Abkommen. Alle Beteiligten würdigten das Memorandum als bedeutsamen Schritt zur engeren Zusammenarbeit auf dem Gebiet der medizinischen Versorgung.
Das Memorandum sieht zahlreiche Kooperationsfelder vor, so etwa das Training und den Austausch von Spezialisten aus den Bereichen Medizin, Verwaltung oder Ingenieurswesen. Weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit werden in der Präventiv- und Umweltmedizin, der Fort- und Weiterbildung, der Labormedizin und Pharmazie oder im Bereich der Medizinischen Informationssysteme und der Telemedizin gesehen. Schließlich wird auch die Behandlung von Patienten in Krankenhäusern im jeweils anderen Land unterstützt, sofern eine adäquate Versorgung vor Ort nicht möglich ist.
Das jetzt unterzeichnete Abkommen schafft die politische Grundlage für die bereits bestehenden Kontakte zwischen tunesischen Krankenhäusern und Hamburger Kliniken. Allein im letzten Jahr waren zwei Delegationen tunesischer Ärzte und Krankenhausleitungen auf Einladung der Hamburgischen Krankenhausgesellschaft zu Gast in Hamburg. Umgekehrt besuchte eine Hamburger Delegation Ende letzten Jahres Krankenhäuser in Tunis und Sousse. Ein Höhepunkt des damaligen Besuchs war die Liveübertragung einer Operation im Klinikum Nord in den Hörsaal der Klinik Fachat Hachet in Sousse gewesen. Beide Seiten erhoffen sich von dem Memorandum die nochmalige Intensivierung der bestehenden Beziehungen: So werden zurzeit Kooperationen zwischen einzelnen Krankenhäusern bzw. Fachabteilungen sowie der Austausch von Ärzten und Verwaltungsleitern vorbereitet. Bereits im Oktober 2002 wird eine Hamburger Ärztedelegation nach Tunesien reisen, um konkrete Absprachen zu treffen.
Senator Peter Rehaag, Präses der Behörde für Umwelt und Gesundheit: „Die Bedeutung dieser Reise sehe ich zum einen in der durch das Memorandum bestärkten Dauerhaftigkeit und Verlässlichkeit unserer bilateralen Beziehungen. Zum anderen profitiert Hamburg von den internationalen Einflüssen sowohl fachlich als auch logistisch auf allen Ebenen der Versorgung und Medizintechnik. Neben der Weiterentwicklung vor Ort sehe ich es als unverzichtbar an, dem Medizinstandort Hamburg eine noch stärkere internationale Aufmerksamkeit und Geltung zu verschaffen.“
Jürgen Abshoff, Geschäftsführer der Hamburgischen Krankenhausgesellschaft:„Das Memorandum ist Ausdruck des politischen Willens beider Partner, die Beziehungen zwischen den tunesischen und Hamburger Kliniken weiter zu vertiefen. Das Abkommen nutzt sowohl dem Gesundheitsstandort Hamburg als auch den Krankenhäusern in Tunesien. Aufgrund der schon jetzt guten und freundschaftlichen Kontakte bin ich sehr zuversichtlich, dass das Memorandum dazu beiträgt, die bereits bestehenden Beziehungen auszuweiten und zu intensivieren.“
Die Hamburgische Krankenhausgesellschaft (HKG) ist der Dachverband der Krankenhausträger in Hamburg. Sie vertritt die Interessen von 41 öffentlichen, freigemeinnützigen und privaten Krankenhäusern in Hamburg und Umgebung. Jährlich versorgen Hamburgs Kliniken allein stationär fast 400.000 Patienten, davon gut ein Viertel aus den angrenzenden Bundesländern. Mit über 30.000 Beschäftigten sind die Hamburger Krankenhäuser – zusammengenommen – der größte Arbeitgeber der Stadt.
HAMBURGISCHE KRANKENHAUS- GESELLSCHAFT E.V. Verband der Krankenhausträger in der Freien und Hansestadt Hamburg
12. September 2002 /bug12
Behörde für Umwelt und Gesundheit, Pressestelle: Michael Mrozek Dr. Fabian Peterson, Pressesprecher Die HKG im Internet: http://www.hkgev.de
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