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ISSN 1610-0611
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Neue Forschungen, mehr Aufklärung

Neue Forschungen, mehr Aufklärung

Sechs Jahre Bündnis in der Stadt gegen den Plötzlichen Säuglingstod

Ein Baby zu bekommen bedeutet im Allgemeinen Freude und Glück. Aber es bestehen auch Gefahren für die Gesundheit: Der Plötzliche Säuglingstod gehört dazu.
Der Plötzliche Säuglingstod (Sudden Infant Death Syndrome = SIDS) ist bundesweit eine der Haupttodesursachen im ersten Lebensjahr. Plötzlich, unerwartet, für Eltern ohne erkennbare Vorzeichen sterben in Deutschland jährlich etwa 600 bis 700 gesunde Säuglinge, in Hamburg fast jeden Monat ein Baby.

Zahlreiche Studien belegen heute die besondere Bedeutung von Risikofaktoren. Ihre konsequente Vermeidung verringert deutlich das Risiko für jedes einzelne Kind. Die wichtigsten Faktoren sind:Bauchlage als SchlafpositionRauchen der Mutter während der Schwangerschaft und in der Umgebung des KindesNicht-Stillen.Die Hamburger Arbeitsgruppe „Das Risiko für den Plötzlichen Säuglingstod senken und eine gesunde Entwicklung fördern“ hat sich 1995 zusammengeschlossen. Die Expertinnen und Experten haben Informationsmaterialien entwickelt und sich im Sommer 2001 dazu entschlossen, eine dritte Erhebung (nach 1996 und 1998) in Kinderarztpraxen, Mütterberatungsstellen und – diesmal neu – in Hebammenpraxen, zur Häufigkeit und Verteilung von Risikofaktoren durchzuführen.

Die Ergebnisse der dritten Erhebung liegen jetzt vor: Es sterben heute in Hamburg deutlich weniger Kinder am Plötzlichen Säuglingstod als noch vor 10 Jahren.
Aber immer noch wurden viele Eltern nicht erreicht. Deswegen sollen zukünftige Präventionsstrategien auf den Hauptrisikofaktor Rauchen und auf sozial benachteiligte Regionen der Stadt ausgerichtet sein.


Pressestelle der Behörde für Umwelt und Gesundheit
Michael Mrozek
12. November 2002 //bug12


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