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Neues Fortbildungsprogramm zur Gewaltprävention
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Forschungsprojekt „Konfliktlösungsverhalten von Mädchen und Jungen in Kindertageseinrichtungen“
Abschlusstagung: Neues Fortbildungsprogramm zur Gewaltprävention vorgestellt
In einem zwei-jährigen Forschungsprojekt hat die Bildungswerkstatt Hamburg im Auftrag des Senatsamts für die Gleichstellung das Verhalten zur Konfliktlösung von Mädchen und Jungen im Grundschulalter untersucht. Entstanden ist ein neues Fortbildungskonzept zur Gewaltprävention, das am 24. September, auf einer Fachtagung vor rund 150 Expertinnen und Experten aus dem gesamten Bundesgebiet in der Evangelischen Akademie vorgestellt wurde.
Die Untersuchung wurde in insgesamt neun Hamburger Kindertageseinrichtungen durchgeführt. Gemeinsam mit den Mitarbeitern der Einrichtungen hatte das Forschungsteam geschlechtsspezifische Verhaltensweisen zur Konfliktlösung von Grundschulkindern beobachtet und ausgewertet, um daraus ein Fortbildungskonzept für Erzieherinnen und Erzieher zu entwickeln. Das Fortbildungskonzept sieht mehrere Blöcke mit thematischen Schwerpunkten vor. So geht es zum Beispiel um die Bedeutung von Geschlecht und Konflikt in der eigenen Lebensgeschichte der Erzieher als Mädchen bzw. Junge, das genauere Beobachten von Konflikten bei den Kindern und den Erwerb von Kompetenzen für den Umgang mit ihnen. Ebenso spielen ganz konkrete Angebote für Mädchen und Jungen – etwa die Gestaltung von Mädchen- und Jungenräumen, um ihre unterschiedlichen Wünsche und Bedürfnisse aufgreifen zu können – eine große Rolle.
Grundsätzlich sei bei der Gewaltprävention enorm wichtig, so das Projektteam auf der Tagung, dass der Blick nicht auf die Defizite, sondern stärker auf die Kompetenzen von Mädchen und Jungen gerichtet werde. Konflikte sollten als Lernchance sowohl für die Kinder als auch die Erzieher aufgefasst werden.
Das Fortbildungskonzept stieß schon im Vorfeld der Fachtagung auf so großes Interesse, dass die Behörde für Soziales und Familie, zuständig für die Jugendhilfe, die Fortbildungsreihe in das Angebot für das Jahr 2003 aufnehmen wird.
Leiterin des Senatsamtes für die Gleichstellung Marie-Luise Tolle 25. September 2002
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