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Neues ÖPNV-Konzept
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11. September 2002 /bbv11
Behörde für Bau und Verkehr präsentiert Pläne zur Erschließung der HafenCity und neues ÖPNV-Konzept
Mit der U 4 von Bramfeld in die HafenCity
Die seit Jahresbeginn im Auftrag der Behörde für Bau und Verkehr durchgeführten Untersuchungen für eine ÖPNV-Erschließung der HafenCity sind erfolgreich abgeschlossen. Verschiedene Nahverkehrssysteme wurden dabei auf ihre Machbarkeit und Eignung hin geprüft. Nach Auswertung und fachlicher Beurteilung der extern erstellten Gutachten stellt eine unterirdisch geführte U-Bahn, die aus der U 3 am Rathaus ausgefädelt wird, die beste Lösung dar. Im Zuge dieser Überlegungen bietet sich in Verbindung mit der Notwendigkeit für eine U-Bahn-Verbindung von Barmbek über Steilshoop nach Bramfeld und den Plänen der Hochbahn für einen teilweisen Austausch der Linien U2 und U 3 die Einrichtung einer neuen Linie „U 4“ von Bramfeld über Rathaus in die HafenCity an.
Senator Mario Mettbach:“ Die HafenCity wird ein hoch attraktiver Standort, in dem zukünftig viele Menschen leben und arbeiten werden. Hier muss eine Schnellbahnanbindung geschaffen werden, die in das vorhandene Netz eingebunden und nicht isoliert betrieben wird. Die vorgestellte Lösung verbindet in optimaler Weise die Anbindung an die HafenCity mit der längst überfälligen Strecke nach Bramfeld/Steilshoop und löst die Engpass-Problematik auf dem Teilabschnitt zwischen Berliner Tor und Mümmelmannsberg.“
Ulrich Sieg, Hochbahn: „ Mit der neuen U 4 und dem veränderten Linienkonzept wird Hamburgs U-Bahnnetz nicht nur sinnvoll ergänzt, sondern insgesamt leistungsfähiger. Dies gilt insbesondere für den Ost-Ast der jetzigen U 3. Die U 4 bietet schnelle und bequeme Verbindungen ins Zentrum und die HafenCity, und wir können den Betrieb auf allen Linien noch wirtschaftlicher und der Nachfrage angemessener organisieren. Die HOCHBAHN nimmt diese neue Herausforderung gern an und hofft, dass die U 4 im Jahr 2012 dann auch Olympia-Linie ist.“
Alternativen der HafenCity-Erschließung
Auf der Grundlage bereits früher angestellter Untersuchungen wurden die Möglichkeiten einer Erschließung der HafenCity mittels folgender Systeme geprüft:
eine vom Hauptbahnhof aus aufgeständert in die HafenCity geführte Magnetbahn auf der Grundlage der Transrapidtechnologie;
ein ebenfalls an den Hauptbahnhof angebundenes Hängebahnsystem („H-Bahn“), wie es seit den achtziger Jahren auf dem Gelände der Uni Dortmund betrieben wird bzw. im Sommer auf dem Düsseldorfer Flughafen neu eröffnet wurde;
ein Hochwertiges Bussystem mit attraktiven, modernen, umweltfreundlichen (Brennstoffzellentechnologie usw.) Fahrzeugen;
eine unterirdische S-Bahnanbindung der HafenCity über Jungfernstieg an den Hauptbahnhof sowie
insgesamt drei U-Bahnvarianten. Bei diesen handelte es sich um eine an den Hauptbahnhof-Nord angebundene Viaduktlösung sowie zwei Tunnelverbindungen zwischen HafenCity und der Innenstadt am Rathausmarkt, wobei die eine Lösung eine Ausfädelung („U-3 Ausfädelung“) aus der heutigen U-3 an der Haltestelle Rathaus vorsieht während die andere als reine „Shuttlelösung“ über keine Verbindung zum vorhandenen U-Bahnnetz verfügt.
Die von der Behörde für Bau und Verkehr vorgenommene eingehende fachtechnische Prüfung der verkehrlichen, städtebaulichen und betrieblichen Aspekte führte zu dem Ergebnis, dass eine unterirdisch geführte U-Bahn, die aus der U 3 am Rathaus ausgefädelt wird, am vorteilhaftesten ist.
Neues Konzept für das U-Bahnnetz
Gleichzeitig hat die Behörde für Bau und Verkehr die aus den sechziger bzw. achtziger Jahren stammenden Pläne für die U-Bahnverbindung von Barmbek über Steilshoop nach Bramfeld durch ein externes Ingenieurbüro hinsichtlich der heute gültigen Standards z.B. bei der Haltestellenausstattung und Umweltverträglichkeit überprüfen, sowie die Kostenschätzungen aktualisieren lassen. Aufbauend auf diesen Ergebnissen konnte in Zusammenarbeit mit der Hochbahn AG ein Gesamtkonzept entwickelt werden, welches diese beiden neuen U-Bahnstrecken – von Barmbek nach Bramfeld und vom Hauptbahnhof über Rathaus in die HafenCity - in das vorhandene U-Bahnnetz einfügt und gleichzeitig weitere spürbare, schon lange anstehenden Verbesserungen bei der U-Bahn realisiert.
Durch einen Umbau des U-Bahntunnels westlich Berliner Tor wird es möglich, zukünftig die aus Mümmelmannsberg und Billstedt kommenden Züge der U 3 ab Berliner Tor über Hauptbahnhof – Nord weiter auf der Strecke der U 2 in Richtung Niendorf – Nord verkehren zu lassen. Die heute über Barmbek aus Wandsbek-Gartenstadt kommenden Züge der U 2 werden westlich Berliner Tor auf die U 3 wechseln und über Rathaus, Rödingsmarkt und Landungsbrücken wieder die klassische Ringstrecke nach Barmbek fahren. Durch diese Änderung im Liniensystem der Hamburger U-Bahn wird es möglich, die auf den einzelnen U- Bahnästen unterschiedlich starken Fahrgastströme wesentlich besser zu bedienen und die vorhandenen Kapazitäten optimaler auszulasten.
Gleichzeitig ermöglicht diese Veränderung im Liniensystem die betriebliche Einbindung der neuen U-Bahn nach Steilshoop und Bramfeld in Form einer neuen durchgehenden U-Bahnlinie U 4 in die HafenCity. Fahrgäste von Bramfeld, aus Steilshoop und Barmbek werden mit dieser U 4 ohne Umsteigen in die Innenstadt und in die HafenCity gelangen können. Weiterhin bietet sich die Option, die U-Bahn über Wilhelmsburg bis nach Harburg zu verlängern.
Dieses Gesamtpaket wird rund 550 Mio. € an Investitionen erfordern. Die U-Bahnanbindung der HafenCity ist darin mit Baukosten von rund 250 Mio. € enthalten. Für die U-Bahn nach Steilshoop und Bramfeld wird gegenwärtig mit Baukosten von rund 260 Mio. € gerechnet. Der Senat wird sich im Rahmen seiner Investitionsberatungen am 01.10.2002 mit den Plänen befassen.
Behörde für Bau und Verkehr, Pressereferat
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