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„Nullrunde“ bei der Forschungsförderung
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„Nullrunde“ bei der Forschungsförderung
Dräger kritisiert Forschungsschwindel des Bundes
Hamburgs Wissenschaftssenator Jörg Dräger, Ph.D. kritisiert den Beschluss der Bundesregierung, die Haushalte der Forschungsorganisationen (Deutsche Forschungsgemeinschaft und Max-Planck-Gesellschaft) auf dem Stand des Jahres 2002 einzufrieren, als unverfrorenen Bruch der Vereinbarung mit den Ländern. Noch im Juni hatte der Bund die Länder gedrängt, einer Erhöhung der Forschungshaushalte um vier Prozent zuzustimmen. Der gemeinsame Beschluss der Bund-Länder-Kommission sah eine Etat-Erhöhung um 3,5 Prozent (DFG) bzw. 3 Prozent (MPG) vor.
Wissenschaftssenator Jörg Dräger, Ph.D.: „Nach dem Steuer-Chaos kommt nun der Forschungsschwindel: Die alte und neue rot-grüne Regierung hätte bereits im Sommer wissen müssen, wie die Kassenlage ist. Statt wie angekündigt in Wissenschaft und Forschung zu investieren, spart die Bundesregierung auf diesem für Deutschland so wichtigen Zukunftsfeld.“ Auch kann Senator Dräger nicht nachvollziehen, dass der Bund den gemeinsam mit den Ländern gefassten Beschluss einseitig aufkündigt und damit die gemeinsame Forschungsförderung in Frage stellt.
Die „Nullrunde“ geht auch zu Lasten von bereits genehmigten Forschungsprojekten, denen Gutachter wissenschaftliche Exzellenz bescheinigt hatten. Vor allem Nachwuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftler, deren Stellen nun nicht finanziert werden können, sind die Leidtragenden dieser Entscheidung des Bundes. Senator Dräger: „Dies ist ein falsches Signal für die Forschung in Deutschland. Hamburg wird trotz knapper Kassen die im Haushalt der Wissenschaftsbehörde eingestellten Mittel für die Erhöhung zunächst bereithalten, falls der Bund doch noch zur Einsicht kommt und nötige Zukunftsinvestitionen tätigt.“
Sabine Neumann
Pressestelle der Behörde für Wissenschaft und Forschung 3. Dezember 2002/bwf03
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