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ISSN 1610-0611
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Praxisoffensive für Ausbildung und Integration

Gemeinsame Pressekonferenz von Dr. Michael Otto und Bürgermeister Ole von Beust:

Praxisoffensive für Ausbildung und Integration:
Chancen für Hauptschüler und junge Migranten verbessern


Bürgermeister Ole von Beust und Dr. Michael Otto haben anlässlich der Vorstellung der Ergebnisse des Projekts "Berufsorientierung und Ausbildungsplatzvermittlung für Hauptschüler" ihr gemeinsames Anliegen betont: Die Chancen für Hauptschüler und junge Migranten auf dem Ausbildungsmarkt zu verbessern. Die Zukunfts- und Wettbewerbschancen der "Metropole Hamburg - Wachsende Stadt" werden entscheidend geprägt von den Chancen junger Hamburger in Schule, Ausbildung und Beruf. Unternehmen, Schulen, Arbeitsamt und Senat gehen hier gemeinsame Wege für eine praxisorientierte Ausbildung an Hamburgs Hauptschulen und die Integration junger Migranten. Sie setzen damit ein Zeichen für Nachwuchsförderung und Chancengerechtigkeit in Hamburg.

Bislang wechseln lediglich etwa 10 % der Hauptschüler direkt in eine betriebliche Ausbildung. Von allen Auszubildenden in Hamburger Betrieben sind nur 18 % Hauptschüler und 8 % ausländischer Staatsangehörigkeit. Angesichts des steigenden Fachkräftemangels ist es für Unternehmen künftig unverzichtbar, bei der Nachwuchsförderung die Potentiale von Hauptschülern ebenso wie von jungen Migranten zu erkennen und stärker zu nutzen.

Dr. Michael Otto stellte die Erfolge des Hauptschulprojekts des Hamburger Unternehmensnetzwerks für Beschäftigung vor. Sie belegen, dass die Bereitstellung von jährlich 200 Ausbildungsplätzen für Hauptschüler,die aktiven und lebendigen Partnerschaften zwischen Hauptschulen und Unternehmen des Netzwerks, eine bessere Berufsorientierung und Beratung von Schülerinnen und Schülern sowie die erfolgreiche Vermittlung von Ausbildungsplätzen in Kooperation mit der Berufsberatung des Arbeitsamteserfolgreiche Konzepte einer Praxisoffensive für Ausbildung und Integration sind.

47 % der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler mit dem Wunsch auf eine betriebliche Ausbildung konnte ein Ausbildungsplatz vermittelt werden. Der Anteil von Schülern ausländischer Herkunft beträgt 28 %. Zu diesen Erfolgen hat die Koordinierungsstelle Ausbildung, die für drei Jahre mit 1,5 Mio. € durch die Stadt und den Europäischen Sozialfonds ESF finanziert wird, entscheidend beigetragen.

Erfolgreich ist auch der neue Weg der Integration von Hauptschülern, den die Lufthansa Technik AG gemeinsam mit dem Arbeitsamt Hamburg geht: 21 Hauptschulabsolventen, davon 8 Migranten, werden in einem betrieblichen Vorbereitungskurs - "QUAS-L" genannt - auf eine Ausbildung vorbereitet. Die Teilnehmer wechseln nach erfolgreichem Abschluss direkt in eine Ausbildung bei der Lufthansa Technik AG oder einem anderen Unternehmen des Hamburger Netzwerks.

Dr. Michael Otto, Vorstandsvorsitzender der Otto GmbH & Co KG, ist überzeugt: "Die 40 beteiligten Unternehmen haben mit ihrer Initiative bewiesen, dass durch pragmatisches und konsequentes Handeln die Chancen von Hauptschülern und jungen Migranten auf dem Arbeitsmarkt nachhaltig verbessert werden. Ich möchte deshalb weitere Hamburger Unternehmen dazu ermuntern, sich unserer Initiative anzuschließen. Es lohnt sich, denn in unserem Projekt gewinnen beide Seiten: Die Schüler eine betriebliche Ausbildung in ihrem Wunschberuf und die Betriebe langfristig hervorragend ausgebildete Fachkräfte. Gemeinsam mit der Bürgermeisterinitiative zur Integration junger Migranten werden wir zukünftig allen Hamburger Hauptschülern, gleich welcher Herkunft, die den Wunsch auf eine betriebliche Ausbildung haben, diese Perspektive bieten."

Der Erste Bürgermeister Ole von Beust wies auf die Bedeutung dieses Projekts für die Integration junger Migrantinnen und Migranten hin: "Alle Beteiligten werden an einem Strang ziehen, um dieses Ziel der beruflichen Qualifizierung junger Migrantinnen und Migranten zu erreichen. Denn sie haben oftmals schlechtere Startchancen auf dem Ausbildungsmarkt als deutsche Jugendliche. Deshalb habe ich das Anliegen, die Integration junger Migranten in Arbeit und Ausbildung zu verbessern, zu meinem Schwerpunktthema gemacht. Die beste Gewähr für eine gelungene Integration ist eine gute Qualifikation, und hier leistet das Projekt einen hervorragenden Beitrag: 28 % der in eine Ausbildung vermittelten Jugendlichen sind Migranten."



à Das sechsseitige „Handlungskonzept zur Integration Jugendlicher mit Migrationshintergrund in Arbeit und Ausbildung“ kann in der Staatlichen Pressestelle abgerufen werden.

Für Rückfragen:Staatliche Pressestelle
Christian Saadhoff, Pressereferent
2. Dezember 2002 /pr02


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