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Stiftungsrat der Kulturstiftung der Länder

Stiftungsrat der Kulturstiftung der Länder tagte in der Hansestadt:

Ole von Beust: „Kulturhoheit der Länder bewahren“Bürgermeister Ole von Beust war heute erstmals Gastgeber für den Stiftungsrat der Kulturstiftung der Länder (KSL). Zeitgleich mit dem Vorsitz der Ministerpräsidentenkonferenz wird er das Gremium bis Oktober 2003 leiten. Als Vertreterin des Bundes war erstmals nach Amtsantritt auch die Kulturstaatsministerin und frühere Hamburger Kultursenatorin Dr. Christina Weiss in Hamburg. Teilgenommen haben an der Sitzung unter anderem die Generalsekretärin der KSL, Prof. Dr. Karin von Welck sowie der stellvertretende Generalsekretär Frank Däberitz. Als Gast war auch Prof. Dr. Jan-Philipp Reemtsma anwesend, der Mitglied im Kuratorium der KSL ist.

Bürgermeister Ole von Beust betonte die Bedeutung einer eigenen Kulturstiftung der Länder: „Die nationale Kultur in Deutschland hat sich historisch in Städten, Fürstentümern, Regionen und Staaten entwickelt. Auch heute wird sie wesentlich von den Ländern und Gemeinden getragen, die 90 % der Ausgaben für Kulturpolitik aufbringen. Wir wollen dafür Sorge tragen, dass die Bundesländer ihre gesetzlich garantierte Kulturhoheit bewahren können.“

„Sechzehn Länder - eine Kulturnation“ lautet das Motto der Kulturstiftung der Länder, die 1987 gegründet wurde und 1988 in Berlin ihre Arbeit aufnahm.

Der Stiftungszweck ist die Förderung und Bewahrung von Kunst und Kultur nationalen Ranges. Bedeutende Werke der Malerei, Graphik, Skulptur, Photographie, des Kunstgewerbes sowie der Musik und Literatur können mit ihrer Hilfe für Museen, Archive und Bibliotheken in Deutschland erworben werden. Im Rahmen des so genannten Mitwirkungsabkommens obliegt der Kulturstiftung die Förderung von bedeutsamen Kunst- und Kulturvorhaben mit Mitteln der Bundesregierung. Dabei betreut sie unter anderem vier Fonds (Kunstfonds, Literaturfonds, Fonds Soziokultur, Fonds Darstellende Künste), ausgewählte Projekte des Deutschen Musikrats sowie zum Beispiel den Deutschen Museumsbund, die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung und das Internationale Theaterinstitut - insgesamt rund 30 Institutionen.

Die Kulturstiftung der Länder bildet ein Scharnier zwischen den kulturpolitischen Aktivitäten der Länder und des Bundes. Ihre Stärke liegt in ihrer Vernetzung mit allen Ministerien, die auf Länderseite und beim Bund mit Kulturaufgaben betraut sind, sowie in ihrer intensiven Zusammenarbeit mit Sachverständigen und den wichtigen Museen, Bibliotheken und Archiven der Bundesrepublik.

Die Mitglieder des Stiftungsrats werden von den jeweiligen Landesregierungen bestellt. Vorsitzender ist der Regierungschef des Landes, das den Vorsitz in der Ministerpräsidentenkonferenz führt – für das nächste Jahr also Ole von Beust. Der Stiftungsrat entscheidet über alle zum Aufgabenbereich der Stiftung gehörende Fragen. Eine stiftungsinterne Arbeitsgruppe auf Ministerialebene unterstützt die Arbeit des Stiftungsrats.

Das Kuratorium besteht aus ehrenamtlich tätigen Förderern und Sachverständigen. Seine Mitglieder werden vom Stiftungsrat auf fünf Jahre berufen. Das Kuratorium beurteilt die an die Stiftung gestellten Anträge und empfiehlt die Förderungen dem Stiftungsrat. Hamburger Mitglieder des Kuratoriums sind Prof. Dr. Jan Philipp Reemtsma (stellvertretender Vorsitzder) und Prof. Dr. Hans-Dieter Loose.

Der 1999 gegründete Freundeskreis wird seine Mitgliederversammlung im Oktober 2003 ebenfalls in Hamburg abhalten. Die nächste Sitzung des Stiftungsrates der KSL findet im Juni 2003 in der Hamburgischen Landesvertretung in Berlin statt.

Weitere Informationen: www.kulturstiftung.de



Für Rückfragen: Staatliche Pressestelle
Christian Saadhoff, Pressereferent

15. November 2002 /pr15


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