Der Bunker am Ernst-Thälmann-Platz wurde 1940 von italienischen Zwangsarbeitern errichtet. Er besteht aus zwei unterirdischen Betonröhren, die jeweils 50 Menschen aufnehmen und ihnen Schutz vor Brand- und Splitterbomben bieten sollten. Die ca. 15 Meter langen Röhren waren im Eingangsbereich mit Gasschleusen versehen.
Die Nationalsozialisten hatten unter dem Eindruck des Luftkriegs gegen England ein reichsweites Bunkerbauprogramm beschlossen. Neben Bunkerhäusern und Turmbunkern entstanden so in Hamburg auch 441 Röhrenbunker, von denen heute jedoch nur noch wenige der Öffentlichkeit zugänglich sind.
Der Röhrenbunker wurde am 14. August 2002 in die Denkmalliste eingetragen. Er ist ein Dokument einer neuen Bauaufgabe sowie der Kriegspolitik des NS-Regimes und des Zweiten Weltkriegs, insbesondere des Luftkriegs.