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Unterstützung für Olympia
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Metropolregion Hamburg
Unterstützung für Olympia und ein Wettbewerb um neue Projekte
Unter der Leitung des Staatssekretärs des schleswig-holsteinischen Ministeriums für ländliche Räume, Landesplanung, Landwirtschaft und Tourismus, Dr. Aloys Altmann, kamen heute im schleswig-holsteinischen Ahrensburg die Mitglieder des Planungsrates und der Regionalkonferenz der Metropolregion Hamburg zusammen.
Im Mittelpunkt der Tagung stand ein Bericht zur Zusammenarbeit in der Metropolregion in den vergangenen anderthalb Jahren mit Aussagen
zur Bewertung der bisherigen Leitprojekte, zur Aufnahme neuer Projekte und zum Aufbau der Öffentlichkeitsarbeit. Darüber hinaus beriet die Regionalkonferenz die strategische Bedeutung der Olympiabewerbung Hamburgs für das Jahr 2012 aus Sicht der Metropolregion, die sie mit Nachdruck unterstützte. Am Nachmittag wurde im Rahmen einer großen Auftaktveranstaltung ein Wettbewerb eröffnet, der zur Initiierung neuer Leitprojekte auffordert.
In seiner Sitzung hatte der Planungsrat die folgenden vier neuen Leit- und Modellprojekte der Metropolregion beschlossen, die die bisherige Projektarbeit um wichtige Strategieansätze erweitern:
Von allen drei Landesregierungen und den Kreisen wird das Leitprojekt „e-Government in der Metropolregion“ als besonders bedeutsam für die weitere Kooperation bewertet. Das Projekt beinhaltet den Aufbau eines überregionalen, also gemeinde-, kreis- und ländergrenzenübergreifenden Behördenintranets. Damit soll die Verwaltung effizienter und bürgerfreundlicher gestaltet werden. Im Rahmen einer umfassenden Studie sollen zunächst die Rahmenbedingungen und Umsetzungsmöglichkeiten geklärt werden, wobei ein Hauptaugenmerk auf der Kosten-/Nutzen-Analyse beim Einsatz dieser neuen Technologien liegt.
Darüber hinaus wurde die Ausarbeitung eines „Nutzungskonzeptes für die Röttiger-Kaserne und den Standort Übungsplatz Fischbeker Heide“ als grenzüberschreitendes Projekt zwischen Hamburg und Niedersachsen beschlossen und die Verbesserung des Wasserwanderns und der Naturverträglichkeit des Kanusports auf der Trave in den Kreisen Segeberg und Stormarn mit dem Projekt „Kanusport – Naturschutz – Trave“, vereinbart. Schließlich wurde vereinbart, die Regionalmarke „Lüneburger Landgärten“ für gärtnerische und landwirtschaftliche Produkte zu schaffen. In seinem Bericht zur Umsetzung des Operativen Programms 2001/2002 wies Staatssekretär Dr. Altmann gegenüber der Regionalkonferenz auf die umfangreichen Aktivitäten der Gemeinsamen Landesplanung hin. „Mit vielen Veranstaltungen zu Themen wie Innerregionale Vernetzung, Innenentwicklung, Soziale Segregation oder Flächenverbrauch haben wir Flagge gezeigt und die aktuellen Entwicklungsfragen im Bereich Siedlungsentwicklung und kommunale Zusammenarbeit aufgegriffen. Nachdem uns eine umfassende Bewertung aller bisherigen Leitprojekte Aufschlüsse über die künftige Projektarbeit gegeben hat, haben wir mit der Norddeutschen Projektbörse einen ersten Schritt zum Aufbau eines Projektnetzwerkes in Norddeutschland getan.“
Auf der Grundlage des aktuell vorgelegten Newsletters der Metropolregion und der farbig und übersichtlich gestalteten neuen Broschüre wurde die Regionalkonferenz über die Aktivitäten im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit unterrichtet. So informieren seit Beginn des Jahres 2002 die „metropolnews“ vierteljährlich alle Akteure der Metropolregion über Schwerpunktthemen, Veranstaltungen und Ergebnisse der Zusammenarbeit. Die Broschüre soll nicht nur in der Region, sondern auch bundesweit und international auf den Standort der Metropolregion Hamburg aufmerksam machen und zur Zusammenarbeit anregen.
Die Regionalkonferenz begrüßte die Vielzahl der bereits auf den Weg gebrachten Initiativen der Gemeinsamen Landesplanung und gab weitere Anregungen zur Stärkung der Kooperation im kommenden Jahr und für das neue Operative Programm 2004/2005.
Ein weiterer Tagesordnungspunkt der Regionalkonferenz war die Bewerbung Hamburgs um die Olympischen Spiele im Jahre 2012. Hierzu berichtete Dr. Horst Meyer, Geschäftsführer für Olympia-Bewerbung Hamburgs über die Bemühungen Hamburgs, sich mit dem Konzept „der kurzen Wege“ und ihrer internationalen Kompetenz gegenüber den anderen deutschen Bewerbern zu profilieren. Meyer gab einen Ausblick auf das anstehende Verfahren, nach dem im Frühjahr 2003 das Nationale Olympische Komitee eine deutsche Bewerberstadt auswählen wird. Sowohl Planungsrat als auch Regionalkonferenz begrüßten die Olympiabewerbung Hamburgs und erklärten sie - wie es bereits am 30. Oktober dieses Jahres die Konferenz Norddeutschland getan hat - zur zentralen gemeinsamen Aufgabe.
Zum Abschluss der Regionalkonferenz berichtete Hamburgs Staatsrat Dr. Volkmar Schön, über die Umsetzung des Leitbildes „Metropole Hamburg – Wachsende Stadt“ und ihre Bedeutung nicht nur für die Kernstadt Hamburg, sondern für die gesamte Metropolregion.
Zur Eröffnung des Wettbewerbs um neue Leitprojekte und Modellprojekte waren alle an Projekten interessierte Akteure der Region eingeladen. Gemeinsam mit dem Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, Tilo Braune, unterstrich Staatssekretär Dr. Altmann die Verantwortung der europäischen Metropolregion Hamburg für die Ausarbeitung neuer strategischer Projekte. Altmann machte deutlich, dass sich diese Region im Rahmen der zunehmenden Metropolisierung Europas ihre Spitzenposition in Konkurrenz zu vielen anderen großen Metropolen immer wieder neu erarbeiten müsse. „Wir brauchen daher mehr Wirtschaftsentwicklung, neue Arbeitsplätze, moderne Dienstleistungen und innovatives Potenzial für Wissenschaft und Forschung – und um dies zu erreichen, neue Projekte, die sich diesen Anforderungen stellen“, so Altmann und schloss mit einem Appell an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer: „Nehmen Sie das Angebot zur Teilnahme am Wettbewerb an und bringen Sie uns und die Jury mit einer ‚Flut‘ von Projektideen ins Schwitzen.“
Zur Erläuterung:
Der Regionalkonferenz gehören Parlamentsmitglieder aller Fraktionen sowie Delegierte der Kreise, Städte und Gemeinden und auch der Kammern, Gewerkschaften und Naturschutzverbände der drei Länder Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein an. Sie gibt durch ihre länderübergreifende Diskussion Ideen und Impulse zur weiteren Entwicklung der Region, die von den Verwaltungen der drei Länder im Rahmen der Gemeinsamen Landesplanung in umsetzungsfähige Projekte gebracht werden. Der Planungsrat besteht aus Verwaltungsmitgliedern aus den drei Ländern und beschließt über wichtige Leitentscheidungen der Kooperation in der Metropolregion, wie etwa die Operativen Programme und neue Leitprojekte.
Behörde für Bau und Verkehr, Pressestelle
28. November 2002 /bbv28
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