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Zweite Sitzung des Integrationsbeirates
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4. September 2002
Zweite Sitzung des Integrationsbeirates
Erfolgreicher Einstieg in die fachliche Diskussion
Nach der konstituierenden Sitzung am 2. Juli 2002 hat sich der Integrationsbeirat gestern im Plenarsaal der Handelskammer zum zweiten Mal getroffen und mit der Sacharbeit begonnen. Zufrieden mit den Ergebnissen erklärte Senatorin Birgit Schnieber-Jastram, Vorsitzende des Integrationsbeirats: „In der Sitzung sind wir nun in die fachliche Diskussion eingestiegen und haben damit eine weitere Etappe auf dem Weg zu einer neuen Politik der Integration von Zuwanderern zurück gelegt.“
Zur zweiten Sitzung kam der Integrationsbeirat nahezu vollständig zusammen. Zu Beginn stellte die Senatorin zwei neue Mitglieder vor: Die tschechische Rechtsanwältin Petra Schinnenburg und Rudko Kawczynski, Vorsitzender der Roma und Cinti Union, verstärken ab sofort das nun 44-köpfige Gremium.
Als erstes Thema stand die Erläuterung der derzeitigen Situation von Zuwanderern in Hamburg auf der Tagesordnung. Dafür waren den Beteiligten vorab Informationen über die rund 260.000 Zuwanderer in der Stadt zur Verfügung gestellt worden. Die Daten machen deutlich, dass Zuwanderer keine homogene Gruppe bilden, sondern sich z.B. nach Aufenthaltsstatus, Herkunftskultur und demographischen Merkmalen stark unterscheiden. „Entsprechend unterschiedlich sind die Anforderungen an die Integration, die wir in einer Vielzahl von kleinen praktischen Schritten zu einem pragmatischen Integrationskonzept umsetzen müssen“, erläuterte Senatorin Birgit Schnieber-Jastram.
So habe sich auch gezeigt, dass in Hamburg zwar bereits zahlreiche Integrationsangebote vorhanden sind, diese aber eher unverbunden nebeneinander stehen. Birgit Schnieber-Jastram: „Es fehlt ein Konzept für eine Gesamtkoordination und –steuerung in dieser Stadt - genau dies wollen wir erreichen.“
Die Beiratsmitglieder brachten viele neue Ideen und Vorschläge ein. Um diese zu bündeln und gezielt zu verfolgen, wurde beschlossen, insgesamt fünf Arbeitskreise zu folgenden Themen zu bilden: Sprache und Bildung, Sport und Freizeit, Frauen und Familie, Ältere Migranten sowie Eingliederung in Arbeit. In diesen Gruppen soll fachlich gearbeitet und Ergebnisse in den Sitzungen des Integrationsbeirates vorgestellt werden.
Des Weiteren informierten sich die Anwesenden über die Umsetzung des „Handlungskonzepts zur Integration junger Migranten in Arbeit und Ausbildung“, das Bürgermeister Ole von Beust bereits im Mai der Öffentlichkeit vorgestellt hatte. Sabine Schlüter, Direktorin der Volkshochschule und Beiratsmitglied, erläuterte anschließend verschiedene Möglichkeiten zur Verbesserung der Deutschkenntnisse jugendlicher Zuwanderer, ihrer Ausbildungssituation, Übergänge von der Schule in Ausbildung sowie Möglichkeiten, um Verständnis sowohl bei Einheimischen als auch bei Zuwanderern für ein gegenseitiges Miteinander zu wecken. Auf neue Ideen und Wege werde die Volkshochschule flexibel reagieren, versprach Sabine Schlüter.
„Kenntnisse der deutschen Sprache und Bildung sind die ‚Eintrittskarte’ in das gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Leben in der Stadt“, konstatierte Senatorin Schnieber-Jastram und kündigte an: „Wegen ihrer Bedeutung werden sie deshalb zusammen mit der ‚Integration durch Sport’ zu den Bereichen gehören, mit denen sich der Integrationsbeirat besonders intensiv beschäftigen wird.“
Im Management wird der Integrationsbeirat von der Behörde für Soziales und Familie unterstützt. Eine hierzu neu geschaffene Organisationseinheit hat nicht nur die Geschäftsführung für den Beirat übernommen, sondern fungiert auch als Koordinationsstelle für Integrationsfragen in der Stadt und ist für die Entwicklung, Umsetzung und Evaluation des anstehenden Integrationskonzepts zuständig. Senatorin Schnieber-Jastram strich besonders heraus, dass auch die Beratung von Bürgern zu den Aufgaben gehöre.
Ansprechpartnerin für Einzelfallberatungen ist Nimla Heplevent, Telefon: 42863 2953. Auskunft zu allgemeinen Fragen zum Beirat gibt Doris Kersten, Telefon: 42863 3147.
Die nächste Sitzung des Integrationsbeirats soll am 12. November stattfinden.
Für Rückfragen der Medien: Pressestelle der Behörde für Soziales und Familie Anika Wichert Tel.: 42863-2889, Fax: 42863-3849 Im Internet: www.bsf.hamburg.de
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