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Deutschland ökologisch modernisieren
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Berlin, den 30. August 2002 387/02
Müntefering: Deutschland ökologisch modernisieren die Energiewende konsequent fortsetzen
Zu dem gemeinsamen Aufruf der deutschen Umweltverbände erklärt der Generalsekretär der SPD, Franz Müntefering:
Die SPD begrüßt den gemeinsamen Aufruf der deutschen Umweltverbände "Für eine nachhaltige Energieversorgung gegen eine Renaissance der Atomenergie". Der Aufruf ist eine ermutigende Unterstützung unserer Politik der ökologischen Modernisierung Deutschlands.
Mit dem Ausstieg aus der Atomenergie und dem Einstieg in umfassende Entwicklung, Förderung und Einführung erneuerbarer Energien hat die rot-grüne Bundesregierung die Wende in Richtung einer zukunftsfähigen und sicheren Energieversorgung eingeleitet. Deutschland hat in Europa eine Spitzenstellung in dieser wichtigen Zukunftsbranche eingenommen, Arbeitsplätze geschaffen und die zentrale Grundlage für wirksame Klimaschutzpolitik gelegt.
Mit dem Ausstieg aus der Kernkraft haben wir zudem endlich die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger Ernst genommen und den jahrelangen tiefen Streit in der Bevölkerung beendet. Die Menschen wollen keine neuen Atomkraftwerke! Es ist irreführend und unverantwortlich von CDU/CSU und Stoiber, jetzt zu behaupten, dass nur mit Kernkraft ein wirksamer Klimaschutz möglich sei. Im Gegenteil: Mit erneuerbaren Energien können und werden wir unsere ehrgeizigen Ziele zur Reduktion von Kohlendioxid in der Atmosphäre erfüllen. Sicher und preiswert.
Das setzt voraus, dass die begonnene Energiewende fortgesetzt und weiter ausgebaut wird. Unsere Energieversorgung der Zukunft steht auf drei Säulen: erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Energieeinsparung. Wir werden an den Ausbauzielen festhalten, weitere Potenziale konsequent erforschen und in einem nationalen Energieplan die erforderlichen Instrumente und Maßnahmen zusammenführen und fortentwickeln. Ziel ist, die Verwendung umweltfreundlicher Energieträger gegenüber umweltbelastenden Energieträgern kostengünstiger zu gestalten.
In diesen Tagen berät der UN-Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg über weltweite Konzepte für eine ökologisch und sozial gerechte und ökonomisch leistungsfähige Welt von morgen. Umwelt- und Klimaschutz machen an den Grenzen nicht halt. Europa hat eine hohe Verantwortung auf diesem Gipfel. Und Deutschland hat eine Vorreiterrolle im europäischen Klimaschutz.
Die Exportförderung für neue Energietechnologien wird durch eine Initiative zur Schaffung einer Internationalen Agentur für erneuerbare Energien unterstützt. Ziel ist, um damit die globale Ausweitung der Energiealternativen voranzutreiben und erneuerbare Energien zum Schwerpunkt zu machen.
Die SPD hat in ihrer Regierungsverantwortung mutige Reformen angeschoben. Wir haben sie gegen den Widerstand von CDU/CSU und FDP durchgesetzt, die in Bundestag und Bundesrat fast alle Gesetze und Initiativen, die Basis unserer Energiepolitik sind, abgelehnt haben. Die Energiewende ist eines der zentralen Projekte der Modernisierung unseres Landes. Wir freuen uns über die erzielten Erfolge. Wir garantieren ihre konsequente Fortsetzung. Dazu gehört auch der konstruktiv-kritische Dialog mit den deutschen Umweltverbänden, die wichtige Impulse in diesem Prozess gesetzt haben. Diesen wollen wir in Zukunft fortsetzen.
SPD-Pressestelle
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Wahl-Kampf: Schröder boxt Stoiber | Erhard Eppler zu der Erklärung der Umweltverbände
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