Scholz: "Fischer kneift vor Strategiediskussion - sie kommt trotzdem"
SPD-Landeschef Olaf Scholz hat seinen Hamburger CDU-Amtskollegen Dirk Fischer aufgefordert, sich in der "unvermeidbaren Diskussion um die Strategie der CDU nicht länger wegzuducken". Die CDU habe im September "ihr wichtigstes Spiel der letzten vier Jahre verloren", sagte Scholz. "Die Trainerin und ihr Führungsteam haben Angst vor Kritik und verschieben die nötige Mannschaftsbesprechung auf den Sankt-Nimmerleins-Tag. Im Sport führt der Weg einer solchen Mannschaft über kurz oder lang auf die hinteren Tabellenplätze."
"Die CDU setzt sich bei ihrem Parteitag in Hannover mit rot-grün auseinander. Das ist gut, denn das ist die Aufgabe der Opposition", sagte Scholz. Noch besser sei es aber, die CDU würde sich zunächst mit den Gründen für ihre Niederlage bei der Bundestagswahl beschäftigen, sagte Scholz. "Denn da gäbe es viel zu lernen. Wer aber - wie Herr Fischer - angesichts einer Niederlage die Strategie des "weiter so" predigt, wird diesen Lernerfolg nicht verbuchen können."
Die CDU habe - wie in den meisten Großstädten - auch in Hamburg ein desaströses Ergebnis eingefahren. " Dass Herr Fischer angesichts dieser Tatsache Kritik aus den eigenen Reihen abbügelt, wird ihm die unvermeidbare Strategiediskussion nicht ersparen."
Hamburg, den 11. November 2002
Christoph Holstein SPD Hamburg - Presse und Kommunikation -