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Ganztagsbetreuung

Ganztagsbetreuung: Handelskammer nimmt SPD-Forderungen auf

Ganztagsbetreuung: "Senat sollte Warnungen von
SPD und Handelskammer nicht länger ignorieren"

SPD-Landeschef Olaf Scholz hat den Senat aufgefordert, mehr für die
Schaffung von Kindergärten und Kindertagesstätten sowie von Ganztagsschulen zu tun. "Der Senat sollte die Warnungen der Handelskammer ernstnehmen und nicht länger ignorieren", sagte Scholz am Mittwoch. Die Kammer hatte zuvor einen deutlichen Ausbau dieser Angebote gefordert. "Damit bestätigt die Handelskammer den Kurs, den die SPD in dieser Frage bereits seit längerem verfolgt."

Scholz warnte in diesem Zusammenhang vor einem Zurückbleiben Hamburgs hinter den anderen deutschen Metropolen: "Der Senat schiebt Hamburg aufs Abstellgleis, wenn er weiterhin nichts unternimmt, um Familie und Berufstätigkeit unter einen Hut zu bringen", sagte Scholz. Der von der Koalition angestrebte Ausbau um drei Ganztagsschulen pro Jahr verdiene die Bezeichnung "Ausbau" nicht. "Die Haltung des Senats bei der Frage der Kinderbetreuung führt dazu, dass insbesondere gut ausgebildete und motivierte Mütter aus dem Arbeitsleben ausgeschlossen werden. Das kann sich Hamburg als ambitionierte Metropole nicht leisten."

Scholz betonte, dass in der nächsten Legislaturperiode der Bund vier
Milliarden Euro in Ganztagsschulen investiert wird. "Das bedeutet allein für
Hamburg in den nächsten vier Jahren über 150 zusätzliche Ganztagsschulen."

Der SPD-Landesvorsitzende schrieb als Ziel fest: "Wir wollen, dass alle
Eltern, die beide berufstätig sind, einen Ganztags-Betreuungsplatz für ihre
Kinder finden." Dies sei zwar eine große Herausforderung. "Aber das Ziel
wäre mit einer Summe von 80 Millionen Euro für Hamburg zu schaffen. Wir
haben die flächendeckende Betreuung schon vor der Bürgerschaftswahl fest
versprochen. Jetzt werden wir die neue Regierung daran messen, was sie in diesem wichtigen Bereich schafft."

11. September 2002

Christoph Holstein
- Presse und Kommunikation -


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