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"Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen"
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"Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen": Senat muss mehr für Gewaltopfer tun
Eine Stärkung von Opferschutz- und Opferhilfeorganisationen hat die Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF), Katrin Behrmann, vom Hamburger Senat gefordert. "Er muss die Beratungsstellen besser ausstatten. Sie sind am Rande des möglichen", sagte Behrmann am Montag, dem internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen.
Die Finanznot der Hilfseinrichtungen führe dazu, dass gesetzlich garantierte Hilfe nicht wahrgenommen werden könne. Behrmann nannte in diesem Zusammenhang das am 1. Januar 2002 in Kraft getretene, von rot-grün initiierte Gewaltschutzgesetz. Es habe sich als eine erste effektive Hilfe im Kampf gegen gewalttätige Partner erwiesen. Nach dem Gewaltschutzgesetz verweist die Polizei Männer, die ihre Frauen oder Freundinnen schlagen, für zehn Tage aus der gemeinsamen Wohnung. In dieser Zeit sollen die Frauen sich Hilfe suchen und gerichtliche Schritte unternehmen können. "Diese Zeit reicht nicht aus, wenn Interventionsstellen fehlen, die sich den Frauen zur Seite stellen und den Männern den Rechtsbruch verdeutlichen", kritisierte Behrmann.
In Hamburg sei das Gewaltschutzgesetz schon über 700 Mal angewandt worden. "Doch das war es dann auch", so die AsF-Landesvorsitzende. "Die Frauenberatungsstellen sind mit ihrer "normalen" Arbeit am Rande des möglichen. Daher müssen diese Einrichtungen besser ausgestattet werden. Der Senat muss seiner Verpflichtung zum Opferschutz nachkommen und die Beratungsstellen besser ausstatten."
"Die Länder sind am Zug. Hamburg muss den Frauen helfen. Die 700 bisherigen Einsätze sind sicherlich nur die Spitze des Eisberges. Die Dunkelziffer im Bereich der häuslichen Gewalt ist weitaus höher", so Katrin Behrmann.
Hamburg, den 25. Nov. 2002
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