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ISSN 1610-0611
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"Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen"

"Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen":
Senat muss mehr für Gewaltopfer tun

Eine Stärkung von Opferschutz- und Opferhilfeorganisationen hat die
Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF),
Katrin Behrmann, vom Hamburger Senat gefordert. "Er muss die
Beratungsstellen besser ausstatten. Sie sind am Rande des möglichen", sagte
Behrmann am Montag, dem internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen.

Die Finanznot der Hilfseinrichtungen führe dazu, dass gesetzlich garantierte
Hilfe nicht wahrgenommen werden könne. Behrmann nannte in diesem
Zusammenhang das am 1. Januar 2002 in Kraft getretene, von rot-grün
initiierte Gewaltschutzgesetz. Es habe sich als eine erste effektive Hilfe
im Kampf gegen gewalttätige Partner erwiesen. Nach dem Gewaltschutzgesetz
verweist die Polizei Männer, die ihre Frauen oder Freundinnen schlagen, für
zehn Tage aus der gemeinsamen Wohnung. In dieser Zeit sollen die Frauen sich
Hilfe suchen und gerichtliche Schritte unternehmen können. "Diese Zeit
reicht nicht aus, wenn Interventionsstellen fehlen, die sich den Frauen zur
Seite stellen und den Männern den Rechtsbruch verdeutlichen", kritisierte
Behrmann.

In Hamburg sei das Gewaltschutzgesetz schon über 700 Mal angewandt worden.
"Doch das war es dann auch", so die AsF-Landesvorsitzende. "Die
Frauenberatungsstellen sind mit ihrer "normalen" Arbeit am Rande des
möglichen. Daher müssen diese Einrichtungen besser ausgestattet werden. Der
Senat muss seiner Verpflichtung zum Opferschutz nachkommen und die
Beratungsstellen besser ausstatten."

"Die Länder sind am Zug. Hamburg muss den Frauen helfen. Die 700 bisherigen
Einsätze sind sicherlich nur die Spitze des Eisberges. Die Dunkelziffer im
Bereich der häuslichen Gewalt ist weitaus höher", so Katrin Behrmann.



Hamburg, den 25. Nov. 2002


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