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ISSN 1610-0611
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Jugendkonvent fordert neue Wege


Europa-Gedanken stärken:
Hamburger Jugendkonvent fordert neue Wege in Bildung und Schule

Eine lebendige, bürgernahe Europäische Verfassung, ein freies, gerechtes und
soziales Europa und neue Wege in Schule und Bildung wünschten sich 100
Hamburger Jugendliche. Sie trafen sich auf Einladung des Hamburger
SPD-Vorsitzenden Olaf Scholz, der Hamburger SPD-Europaabgeordneten Christa
Randzio-Plath und der Jungsozialisten auf dem Hamburger Jugendkonvent.

An den Hamburger Senat stellten die Jugendlichen die Forderung, dass es in
jedem Hamburger Bezirk eine Europa-Schule geben sollte - wie etwa das
Gymnasium Hamm. Schule ist für die jungen Leute ein "Ort europäischen
Lernens". Sie wünschen sich so früh wie möglich eine zweite Sprache - sie
wollen mit dieser zweiten Sprache aufwachsen. Diese würde so gar nicht erst
den Charakter einer Fremdsprache bekommen, die später und oft mühsam erlernt
werden muss. Die jungen Leute wollen ein Europa-Abitur und mehr Schüler-,
Studenten- und Lehreraustausch. Europakunde soll Pflichtfach sein. Jede
Schule sollte eine Partnerschule haben.

"Die Forderungen des Hamburger Jugendkonvents werde ich an den
Konvent-Präsidenten Giscard d'Estaing und an die deutschen Mitglieder des
Konvents sowie die SPD-Europaabgeordneten weiterleiten. Sie werde ich
übrigens auffordern, in allen Wahlkreisen Jugendkonvents nach dem Hamburger
Vorbild durchzuführen. Europa ist die Zukunft der Jugend, ihr Lebens- und
Arbeitsort", unterstrich die SPD-Europaabgeordnete Randzio-Plath.

SPD-Landeschef Olaf Scholz sagte, der Jugendkonvent zeige, "dass junge Leute
genaue Vorstellungen von Bildungspolitik haben". Die in der laufenden
Diskussion geforderten "neuen Wege in der Bildungspolitik" seien eine große
Herausforderung. "Der Jugendkonvent zeigt, dass Schülerinnen und Schüler
bereit sind, diese Herausforderungen anzunehmen. Angesichts der aktuell in
Hamburg betriebenen Schulpolitik wünsche ich mir, dass die jungen Leute in
ihrem Engagement nicht nachlassen."

Hamburg, den 28. Oktober 2002

Für Rückfragen:
Christoph Holstein
SPD Hamburg
- Presse und Kommunikation -



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