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Kritik an Kuschs Reisen

Scholz kritisiert Gefängnis-Tourismus des Justizsenators:

"Kusch soll sich um wirklich wichtige Dinge kümmern"

Fragwürdige Vergnügungsreisen auf Kosten des Steuerzahlers hat der Hamburger SPD-Landesvorsitzende Olaf Scholz dem Hamburger Justizsenator Roger Kusch vorgeworfen. "Schon lange vor Kuschs Reise war über Sheriff Arpaio in deutschen Zeitungen zu lesen. Das hätte ausreichen müssen, um Kusch die Illusion zu nehmen, er könne bei seiner USA-Reise etwas über vernünftigen Strafvollzug lernen. Das beweist: Die Reise in die USA war reine Geldverschwendung."

Um so schlimmer sei es, dass der Justizsenator seinen Gefängnis-Tourismus jetzt fortsetzt. Wenn er schon wie angekündigt nach Russland fährt, dann soll er sich dort um die wirklich wichtigen Dinge kümmern", so Scholz.

Er verwies in diesem Zusammenhang auf Veröffentlichungen der Menschenrechtsorganisation amnesty international: Die Organisation berichtet über fortlaufende Fälle von Folter und Misshandlung in russischen Polizeistationen und Gefängnissen. Opfer seien Insbesondere Frauen. Die gesundheitlichen und hygienischen Verhältnisse in den entsprechenden Einrichtungen seien weit unterhalb der Mindeststandards. Gefängnisinsassen und Untersuchungshäftlinge hätten häufig nicht einmal Zugang zu Toiletten. Medizinische Versorgung bleibe ihnen vorenthalten. "Ich frage mich, welche Art Anregungen sich der Justizsenator auf seinen Reisen holt", so Scholz.

Kusch müsse seinen Gastgebern klar sagen, dass Sadismus und Menschenrechtsverletzungen nichts mit sinnvollem Strafvollzug zu tun haben. "Wenn Kusch das tut, waren seine Reisen zumindest in einem Aspekt mehr als reine Steuergeldverschwendung."

Zu Sheriff Joe Arpaio siehe z. B. FAZ vom 11. Januar 2002

"Ein Mann sieht rosa" / Joe Arpaio inszeniert sich als den härtesten Sheriff der Vereinigten Staaten

Auszug aus der Veröffentlichung von amnesty international:

Amnesty International continues to receive regular reports of torture and ill-treatment of women in police custody throughout the Russian Federation. Conditions in pre-trial detention facilities and prison colonies are far below minimum standards of health and hygene. Women and girl detainees do not even have access to sanitary supplies and adequate medical care. The organization is also concerned at the failure of the Russian state to provide adequate protection to women against violence perpetrated in the context of domestic violence and trafficking of women. In the armed conflict in Chechnya, women have suffered a variety of human rights abuses ranging from torture (including rape) to arbitrary detention, forced ''disappearances'' and extrajudicial executions.

A press release, case studies and a briefing summarising the concerns raised by Amnesty International at the UN is available on request.
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For more information please call Amnesty International's press office in
London, UK, on +44 20 7413 5566
Amnesty International, 1 Easton St., London WC1X 0DW web :
http://www.amnesty.org

Amnesty International, International Secretariat, 1 Easton Street, WC1X
0DW, London, United Kingdom

12. August 2002


Christoph Holstein
SPD Hamburg
- Presse und Kommunikation -


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