 |
|
 |
 |
 |
 |
Kulturpolitik: Events statt Problemlösung
|
|
|
Subject: Kulturpolitik: Events statt Problemlösung
Terror im Helms-Museum und Beethoven im Haifischbecken - der Hamburger Senat schwimmt
Als "absurd und für Hamburg schädlich" hat der kulturpolitische Sprecher des Hamburger SPD-Landesvorstands, Knut Fleckenstein, die Äußerungen von Kultursenatorin Dana Horakova zu einer "Terror-Ausstellung" im Harburger Helms-Museum bezeichnet. "Mit diesen Überlegungen und den Plänen für eine neue Musikhalle in einem Aquarium stellt sich der Senat ein Armutszeugnis aus", sagte Fleckenstein am Donnerstag.
"Wir müssen uns darauf besinnen, was Harburg einzigartig macht", hatte Horakova in Zusammenhang mit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 gesagt. "Mit diesem unüberlegten Gerede wird Hamburg Schaden zugefügt", kritisierte Fleckenstein, "das haben besonders die Menschen in Harburg nicht verdient."
Die Pläne des Senats für eine neue Musikhalle in einem Aquarium seien "weder fantasievoll noch finanziell gesichert". Der Senat sollte sich nicht auf Kapriolen konzentrieren, sondern endlich seine verfehlte Kulturpolitik korrigieren. "Es müssten jetzt die überwiegend selbst geschaffenen Probleme in diesem Politikbereich angegangen werden. Die Liste dieser Probleme ist lang:"
* Es gibt keine Nachfolgeregelung für den Direktor der Deichtorhallen
* Es gibt keine Lösung für die Probleme zwischen dem Senat und der weit über Deutschland hinaus geschätzten Leitung der Staatsoper.
* Es gibt weiterhin Probleme bei der Finanzierung der Staatstheater; das betrifft insbesondere das Schauspielhaus, das in der vergangenen Spielzeit über 20.000 junge Zuschauer zusätzlich auf das Theater neugierig gemacht hat.
* Es gibt Rückschritte in der Nachwuchsförderung - durch ersatzlose Streichung der Stipendien für junge Künstler
* Es gibt Rückschritte durch die Reduzierung der gerade erst eingeführten Projektförderung für Privattheater.
Fleckenstein: "Statt diese Probleme zu lösen, schafft der Senat ständig neue. Davon können auch seine glänzenden Wasserfantasien nicht ablenken. In Hamburg werden auch in Zukunft keine Fische in einer Musikhalle schwimmen. Das einzige, was in Hamburg schwimmt, ist der Senat."
Hamburg, den 14. Nov. 2002 Christoph Holstein SPD Hamburg - Presse und Kommunikation -
|
nach oben
--< zurück
•--vorwärts >
↑ nach oben
|
SPD-Senioren begrüßen Reformschritte | Petition: Tag der Wahrheit für Lange
|
|