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Mertens attackiert Fischers Bahn-Pläne

Mertens attackiert Fischers Kahlschlagpläne:
"Keine Rosinenpickerei bei Eisenbahnstrecken"

Auf scharfe Kritik der SPD ist die Ankündigung des Hamburger
CDU-Vorsitzenden Dirk Fischer gestoßen, im Falle eines CDU-Wahlsiegs werde
nur noch in rentable Strecken der Deutschen Bahn investiert.

Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesverkehrsminister und
Eimsbüttler SPD-Bundestagsabgeordnete Angelika Mertens, bezeichnete die
Ankündigungen Fischers als "Kahlschlagpläne": "Eine Rosinenpickerei darf es
beim Ausbau und Erhalt des Schienennetzes nicht geben", sagte sie am
Mittwoch. Das Gemeinwohl habe Vorrang vor betriebswirtschaftlichen
Interessen.

Die Staatssekretärin empfahl dem CDU-Landesvorsitzenden einen Blick ins
Grundgesetz: "Es gibt in der Bahnpolitik eine eindeutige
Gemeinwohlverpflichtung. Herr Fischer kann die Menschen in den ländlichen
Regionen nicht einfach vom Verkehrsnetz abkoppeln. Seine Ideen schaden auch
den Menschen in den Großstädten, die auf gute Bahnverbindungen im Umland
angewiesen sind."

Der Hamburger CDU-Vorsitzende Fischer hatte zuvor angekündigt, dass sich die
Investitionen des Bundes in das Schienennetz nur noch auf
betriebswirtschaftlich rentable Strecken konzentrieren werden, falls die CDU
die Bundestagswahl gewinnt. Experten befürchten, dass damit der
Schienenverkehr in weiten Teilen des ländlichen Raumes quasi abgeschafft
wird.

11. September 2002
Christoph Holstein
SPD Hamburg
- Presse und Kommunikation -


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