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Schill und Beust haben nichts zu sagen
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Verf-Schutz-Gesetz: Schill und Beust haben nichts zu sagen Verfassungsschutzgesetz: Neuer Beweis für Führungsschwäche in Innenbehörde und Rathaus
Als "erneuten Beweis von Führungsschwäche in Innenbehörde und Rathaus" hat der SPD-Landesvorsitzende Olaf Scholz die aktuelle Entwicklung in der Diskussion um die Novellierung des Verfassungsschutzgesetzes bezeichnet. Zuvor war bekannt geworden, dass sich das Hamburger Regierungslager weiterhin auf keine gemeinsame Linie hat einigen können. "Und die Verantwortlichen haben wieder einmal nichts zu sagen."
Es sei bemerkenswert, dass dem Innensenator auch zu diesem wichtigen politischen Projekt inhaltlich nichts einfalle, kritisierte Scholz. "Dass der Staatsrat der Innenbehörde über eine Gesetzesnovelle verhandelt und entscheidet, ist höchst ungewöhnlich. Vor diesem Hintergrund stellt sich einmal mehr die Frage, welche Rolle der Innensenator in seiner Behörde eigentlich spielt", kommentierte Scholz.
Auch für den Ersten Bürgermeister gelte die Frage, "was für ihn eigentlich wichtig ist. Herr von Beust hält sich wieder einmal aus den wirklich wichtigen Sachen heraus. Er bestätigt damit einen Vorwurf, den er schon in den vergangenen Tagen nicht ausräumen konnte: Er ist führungsschwach."
Die Überlegungen, auch Berufsgeheimnisträger wie Ärzte, Geistliche oder Journalisten überwachen zu lassen, seien "unter demokratischen Gesichtspunkten nicht hinnehmbar", sagte der SPD-Landesvorsitzende. Der geballte Protest wichtiger Hamburger Medienvertreter hätte die Verantwortlichen eigentlich aufrütteln sollen. Stattdessen werde jetzt weiter Unruhe geschürt.
Dieses mittlerweile wochenlange Gezerre schade der Stadt, so Scholz. "Wenn es - wie Herr Schill öffentlich sagt - konkrete Hinweise darauf gibt, dass Terroristen Deutschland als Angriffsziel gewählt haben, dann sollte er Konsequenzen ziehen und endlich handeln." Schill rede zwar gern davon, dass Sicherheitsbehörden schon im Vorfeld von Anschlägen in der Lage sein müssten, Attentäter zu enttarnen. Gleichzeitig sehe dem Hickhack in seinem Zuständigkeitsbereich aber wort- und tatenlos zu.
31. Oktober 2002
Rückfragen: Christoph Holstein SPD Hamburg - Presse und Kommunikation -
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Scholz: "Lernen Sie, Herr Lange" | Studie über "Väter und ihre Rolle in der Familie"
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