 |
|
 |
 |
 |
 |
Scholz würdigt Willy Brandt
|
|
|
Scholz würdigt Willy Brandt zu dessen 10. Todestag: "Patriot, Weltbürger, Europäer, Sozialdemokrat"
Als einen der "bedeutendsten deutschen Politiker im 20. Jahrhundert" hat der Hamburger SPD-Landesvorsitzende und designierte SPD-Generalsekretär Olaf Scholz den langjährigen SPD-Vorsitzenden und Bundeskanzler Willy Brandt zu dessen 10. Todestag gewürdigt. Willy Brandt war am 8. Oktober 1992 in Unkel am Rhein gestorben.
"Willy Brandt war Patriot, Europäer, Weltbürger und Sozialdemokrat zugleich", sagte Scholz am Montag Abend. "Er hatte die Gabe, Menschen unterschiedlichster Herkunft und Prägung für seine Ideen und seine Politik zu begeistern. Ihm gelang es, Brücken zwischen Menschen, Staaten und Blöcken zu bauen. Realistisch und visionär zugleich, war seine Politik immer an den Grundwerten Freiheit, Solidarität und Gerechtigkeit orientiert."
Mit dem Namen Willy Brandts sei die Verteidigung Berlins im Kalten Krieg, die Ostpolitik und die Wiedervereinigung Deutschlands verbunden. Die neue Ostpolitik setzte die feste Verankerung der Bundesrepublik im Westen voraus; Willy Brandt verstand sie als konsequente Weiterführung der erfolgreichen Westpolitik.
Die Aussöhnung mit den Völkern Osteuropas und damit die Milderung des damaligen Ost-West Gegensatzes machte die Grenzen durchlässiger, baute Misstrauen ab und erleichterte unzähligen Menschen das Leben in der geteilten Nation. Für diese Politik, die zunächst nicht mehrheitsfähig schien und ihren beeindruckenden, symbolischen Ausdruck im Kniefall Willy Brandts im Warschauer Ghetto fand, ist er 1972 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden.
Als die Vereinigung zwischen den beiden deutschen Staaten möglich wurde, setzte sich Willy Brandt energisch und zuversichtlich für deren baldige Verwirklichung ein. Sein Wort: "Jetzt wächst zusammen, was zusammen gehört" beschrieb so einfach wie eindrücklich das Gefühl des Zusammengehörens der Menschen in Ost und West. Willy Brandt wird bis zum heutigen Tag gerade auch in Ostdeutschland verehrt und hoch geschätzt.
Scholz sagte weiter, die deutsche Sozialdemokratie erinnere sich an Willy Brandt mit großer Dankbarkeit. Er zitierte das politische Vermächtnis Willy Brandts: "Besinnt euch auf eure Kraft und darauf, dass jede Zeit eigene Antworten will und man auf der Höhe der Zeit zu sein hat, wenn Gutes bewirkt werden soll." Diese Worte seien für die Sozialdemokratie "Auftrag und Verpflichtung".
Christoph Holstein SPD Hamburg - Presse und Kommunikation -
7. Oktober 2002
|
nach oben
--< zurück
•--vorwärts >
↑ nach oben
|
Scholz kritisiert "einäugige Drogenpolitik | Fischer muss sich in CDU-Diskussion äußern
|
|