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Scholz zum Wahlergebnis
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Scholz: "Hamburg wählt SPD" "Hamburg hat Gerhard Schröder zum Kanzler gemacht, Hamburg wählt SPD. Unser Wahlergebnis hat einen wichtigen Beitrag zum Resultat der Bundestagswahl geliefert." So hat Hamburgs SPD-Vorsitzender Olaf Scholz am Montag das Ergebnis der Bundestagswahl und das Abschneiden der SPD-Kandidatinnen und Kandidaten bewertet.
"Das Ergebnis ist für Hamburg bemerkenswert", sagte Scholz. "Die Hamburger Regierungsparteien verlieren allesamt. Dass die CDU - entgegen dem Bundestrend - Stimmen eingebüßt hat und sogar ihr schlechtestes Ergebnis seit über 50 Jahren einfahren musste, ist eine eindeutige Quittung für den Senat und insbesondere für Bürgermeister von Beust. Die Menschen sind von der Hamburger Regierung enttäuscht, und diese Enttäuschung hat sich im Wahllokal ausgewirkt." Die Behauptung, die Hamburger Wahl sei allein durch die Bundespolitik entschieden worden, wies Scholz zurück: Damit versuche die CDU sich aus einer Sackgasse zu bringen, in die sie sich "durch die Koalition mit der Schill-Partei selbst hereinmanövriert hat".
Für die Schill-Partei ist nach Worten von Scholz "das Ende angebrochen". Bundesweit konkurriere sie lediglich mit den anderen Splitterparteien von Links- und Rechtsaußen. "Hamburg ist die bundesweit einzige Hochburg dieser Partei. Hier hat sie nicht einmal die Fünf-Prozent-Hürde überspringen können. Wir werden bald den Abgesang dieser Partei erleben."
Die SPD habe bei den Erststimmen nochmals deutlich zugelegt, unterstrich Scholz. "Überall ist die SPD in den Kreisen hart an die 50 Prozent oder sogar darüber gekommen. Wir haben damit Werte erreicht, die letztmals in der Ära Helmut Schmidt erzielt werden konnten. Vor diesem Hintergrund können wir einigermaßen locker mit dem Zweitstimmenergebnis umgehen, das uns in Hamburg genau so wenig gefällt, wie im Bund." Ganz offensichtlich hätten sich viele SPD-Wähler für eine Fortsetzung der rot-grünen Koalition und für den Außenminister Joschka Fischer entschieden und grün gewählt. "Wenn wir Zweitstimmen an die Grünen abgegeben haben, damit es bei rot-grün bleibt, dann können wir in Hamburg damit gut leben", so Scholz.
"Im Bund ist eine Mehrheit für die Fortsetzung der rot-grünen Koalition gesichert. In Deutschland ist schon mit knapperen Mehrheiten regiert worden. Insbesondere steigt bei knappen Mehrheiten das Verantwortungsbewusstsein der einzelnen Abgeordneten - auch ohne Vertrauensfrage. Jetzt kommt es darauf an, den Reformkurs konsequent fortzusetzen. Das wichtigste ist eine zügige Umsetzung der Hartz-Vorschläge zur Belebung der Situation auf dem Arbeitsmarkt."
Scholz bezeichnete das Wahlergebnis als einen "Sieg des Bundeskanzlers". Der Modernisierer Gerhard Schröder habe einen klaren Auftrag bekommen: "In dieser Legislaturperiode können die Grundlagen für eine längerfristige sozialdemokratische Regierung gelegt werden. Die SPD wird Gerhard Schröder dabei unterstützen."
Der Hamburger SPD-Vorsitzende ging auf das überdurchschnittlich gute Abschneiden in den Wahlkreisen und das daraus resultierende Überhangmandat für die SPD ein: "Dieses Hamburger Überhangmandat trägt entscheidend dazu bei, dass die SPD stärkste Fraktion in Berlin ist und dass Bundeskanzler Gerhard Schröder sich auf eine ordentliche Mehrheit im Parlament stützen kann. Insbesondere mit Blick auf das Abschneiden unserer Direktkandidaten wird klar: Hamburg ist eine sozialdemokratische Stadt."
23. September 2002
Christoph Holstein SPD Hamburg - Presse und Kommunikation -
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