 |
|
 |
 |
 |
 |
Vural Öger erhielt sein Parteibuch
|
|
|
Touristikunternehmer Vural Öger erhielt sein Parteibuch Scholz: "Eine Bereicherung für die SPD"
Der Reiseunternehmer Vural Öger (60) ist heute in die SPD (Hamburg) eingetreten. Er begründete seinen Entschluss mit den "wahrheitswidrigen Behauptungen, die CSU-Kandidat Stoiber im Parlament zum Thema Zuwanderung von sich gegeben hat". Olaf Scholz, Hamburger Landesvorsitzender, überreichte Öger am Montag sein Parteibuch. Der neue Hamburger Sozialdemokrat ist Chef des fünftgrößten Touristikunternehmens in Deutschland.
Scholz sagte: "Vural Öger hat sich um die Bundesrepublik Deutschland verdient gemacht. Seine Arbeit in der Zuwanderungskommission der Bundesregierung unter Leitung von Rita Süßmuth haben alle Kennern der Thematik begrüßt. Vural Öger ist nicht nur ein bedeutender Unternehmer. Er ist ein sehr kluger Mensch und eine Bereicherung für die SPD." Öger erklärte, die jüngsten Äußerungen von Unionskandidat Stoiber zum Thema Zuwanderungsgesetz hätten ihn dazu gebracht, in die SPD einzutreten. "Ich kenne das Gesetz gut. Und es ist mir ein Rätsel, wie jemand gegen besseres Wissen so redet, wie Herr Stoiber das im Parlament getan hat." Öger hatte als Reaktion bei SPD-Landeschef Scholz angerufen und ihm mitgeteilt, dass er jetzt in die Partei eintreten wolle. "Das Gesetz ermöglicht Zuwanderungssteuerung. Wer jetzt so tut, als könnte eine unkontrollierte Zuwanderung nach Deutschland stattfinden, verhält sich verantwortungslos. Hier werden Unwahrheiten verbreitet, damit die Wahl vielleicht doch anders ausgeht, als es derzeit aussieht."
Biografische Angaben zu Vural Öger
Vural Öger wurde am 1. Februar 1942 in Ankara geboren. Er kam bereits 1960 nach Deutschland, studierte Bergbau- und Hüttenwesen und machte während seines Studiums als Mitarbeiter im studentischen Reisedienst der Technischen Universität Berlin erste Erfahrungen mit dem Tourismus-Geschäft. 1969 machte er sich in Hamburg selbständig. Vural Öger ist verheiratet und hat drei Kinder. Er spricht sechs Sprachen.
Politisches Engagement
Um Deutsche und Türken einander näher zu bringen, gründete Öger 1998 gemeinsam mit Theo Sommer und anderen die Deutsch-Türkische Stiftung (DTS), in der sich viele Prominente aus beiden Ländern engagieren. So wurde Ende März 2001 in Gölcük ein Kinderdorf errichtet, dessen Bau die DTS mit Spenden finanziert hatte.
Bundesinnenminister Otto Schily berief Vural Öger im Mai 2000 in die Zuwanderungskommission der Bundesregierung unter Leitung von Rita Süßmuth. Der Bericht wurde im Juli 2001 vorgelegt und bildete die Grundlage für das neue Zuwanderungsgesetz. Bundespräsident Johannes Rau zeichnete ihn am 7. September 2001 wegen seiner besonderen Verdienste um die Integration und die Verständigung zwischen den Kulturen mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande aus. Bereits im April 2000 erhielt Öger aus den Händen des türkischen Staatspräsidenten Süleyman Demirel den Hohen Verdienstorden der Republik Türkei.
Informationen zum Unternehmen
Die ÖGER-Gruppe besteht aus folgenden Einzelfirmen bzw. hält Beteiligungen an: · ÖGER TOURS GmbH, Hamburg · ATT Touristik GmbH, Hamburg · ÖGER TÜRK TUR GmbH, Hamburg
Die Leitfirma ÖGER TOURS GmbH beschäftigt derzeit rund 130 Mitarbeiter, davon 90 in Hamburg. Für die ÖGER-Gruppe arbeiten weltweit mehrere tausend Angestellte. In der Saison 2000/2001 durchbrach die Öger-Touristikgruppe erstmals die Schallmauer von 1 Million beförderter Passagiere und 1 Mrd. DM Umsatz (574 Mill. EUR) und war damit der fünftgrößte Reiseveranstalter in Deutschland.
Christoph Holstein SPD Hamburg - Presse und Kommunikation -
|
nach oben
--< zurück
•--vorwärts >
↑ nach oben
|
Scholz mobilisiert SPD-Basis | SPD-Ziel: 46 % und alle Direktmandate
|
|