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ISSN 1610-0611
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Vural Öger erhielt sein Parteibuch

Touristikunternehmer Vural Öger erhielt sein Parteibuch
Scholz: "Eine Bereicherung für die SPD"

Der Reiseunternehmer Vural Öger (60) ist heute in die SPD (Hamburg)
eingetreten. Er begründete seinen Entschluss mit den "wahrheitswidrigen
Behauptungen, die CSU-Kandidat Stoiber im Parlament zum Thema Zuwanderung
von sich gegeben hat". Olaf Scholz, Hamburger Landesvorsitzender,
überreichte Öger am Montag sein Parteibuch. Der neue Hamburger
Sozialdemokrat ist Chef des fünftgrößten Touristikunternehmens in
Deutschland.

Scholz sagte: "Vural Öger hat sich um die Bundesrepublik Deutschland
verdient gemacht. Seine Arbeit in der Zuwanderungskommission der
Bundesregierung unter Leitung von Rita Süßmuth haben alle Kennern der
Thematik begrüßt.
Vural Öger ist nicht nur ein bedeutender Unternehmer. Er ist ein sehr kluger
Mensch und eine Bereicherung für die SPD." Öger erklärte, die jüngsten
Äußerungen von Unionskandidat Stoiber zum Thema Zuwanderungsgesetz hätten
ihn dazu gebracht, in die SPD einzutreten. "Ich kenne das Gesetz gut. Und es
ist mir ein Rätsel, wie jemand gegen besseres Wissen so redet, wie Herr
Stoiber das im Parlament getan hat." Öger hatte als Reaktion bei
SPD-Landeschef Scholz angerufen und ihm mitgeteilt, dass er jetzt in die
Partei eintreten wolle. "Das Gesetz ermöglicht Zuwanderungssteuerung. Wer
jetzt so tut, als könnte eine unkontrollierte Zuwanderung nach Deutschland
stattfinden, verhält sich verantwortungslos. Hier werden Unwahrheiten
verbreitet, damit die Wahl vielleicht doch anders ausgeht, als es derzeit
aussieht."


Biografische Angaben zu Vural Öger


Vural Öger wurde am 1. Februar 1942 in Ankara geboren. Er kam bereits 1960
nach Deutschland, studierte Bergbau- und Hüttenwesen und machte während
seines Studiums als Mitarbeiter im studentischen Reisedienst der Technischen
Universität Berlin erste Erfahrungen mit dem Tourismus-Geschäft. 1969 machte
er sich in Hamburg selbständig.
Vural Öger ist verheiratet und hat drei Kinder. Er spricht sechs Sprachen.



Politisches Engagement


Um Deutsche und Türken einander näher zu bringen, gründete Öger 1998
gemeinsam mit Theo Sommer und anderen die Deutsch-Türkische Stiftung (DTS),
in der sich viele Prominente aus beiden Ländern engagieren. So wurde Ende
März 2001 in Gölcük ein Kinderdorf errichtet, dessen Bau die DTS mit Spenden
finanziert hatte.

Bundesinnenminister Otto Schily berief Vural Öger im Mai 2000 in die
Zuwanderungskommission der Bundesregierung unter Leitung von Rita Süßmuth.
Der Bericht wurde im Juli 2001 vorgelegt und bildete die Grundlage für das
neue Zuwanderungsgesetz.
Bundespräsident Johannes Rau zeichnete ihn am 7. September 2001 wegen seiner
besonderen Verdienste um die Integration und die Verständigung zwischen den
Kulturen mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande aus.
Bereits im April 2000 erhielt Öger aus den Händen des türkischen
Staatspräsidenten Süleyman Demirel den Hohen Verdienstorden der Republik
Türkei.



Informationen zum Unternehmen

Die ÖGER-Gruppe besteht aus folgenden Einzelfirmen bzw. hält Beteiligungen
an:
· ÖGER TOURS GmbH, Hamburg
· ATT Touristik GmbH, Hamburg
· ÖGER TÜRK TUR GmbH, Hamburg

Die Leitfirma ÖGER TOURS GmbH beschäftigt derzeit rund 130 Mitarbeiter,
davon 90 in Hamburg. Für die ÖGER-Gruppe arbeiten weltweit mehrere tausend
Angestellte. In der Saison 2000/2001 durchbrach die Öger-Touristikgruppe
erstmals die Schallmauer von 1 Million beförderter Passagiere und 1 Mrd. DM
Umsatz (574 Mill. EUR) und war damit der fünftgrößte Reiseveranstalter in
Deutschland.


Christoph Holstein
SPD Hamburg
- Presse und Kommunikation -


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